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Pressemitteilung BoxID: 685960 (Thüringer Bauernverband e.V.)
  • Thüringer Bauernverband e.V.
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  • 99094 Erfurt
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  • Ansprechpartner
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Politischer Aktionismus ohne sachliche Begründung

Thüringer Bauernverband kritisiert übereilte Bundesratsinitiative des Thüringer Umweltministeriums zur Glyphosatreduzierung

(lifePR) (Erfurt, ) Der Thüringer Bauernverband e.V. (TBV) sieht die gestern vom Thüringer Umweltministerium vorgelegte Bundesratsinitiative zur Glyphosatreduzierung als übereilt an. Aus Sicht des TBV existiert mit der Pflanzenschutzmittelzulassungsverordnung ein funktionierendes Fachrecht in Deutschland. Es kann nicht sein, dass sich Thüringen, als eines der kleinsten Bundesländer in Deutschland, über dieses Fachrecht hinwegsetzen will. Ohne sich sachlich mit der Problematik auseinanderzusetzen, wird hier politischer Aktionismus auf dem Rücken der heimischen Landwirte betrieben.

Erst zur Düngungs- und Pflanzenschutztagung in der vergangenen Woche wurde die Gründung einer Thüringer Arbeitsgruppe Glyphosat von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft angekündigt. Diese wird mit Landesmitteln unterstützt und soll in den nächsten drei Jahren den regionalen Sachstand analysieren und eine Handlungsempfehlung zur sachgerechten Verwendung von Glyphosat erarbeiten. Diese Ergebnisse gilt es aus Sicht des TBV abzuwarten.

Hintergrund

Glyphosat ist in der Landwirtschaft ein wichtiger herbizider Wirkstoff, der ein breites Anwendungsspektrum besitzt. Sein Einsatz schont den Boden und erhält dessen Fruchtbarkeit, da auf das Pflügen des Bodens in vielen Fällen verzichtet werden kann. Zugleich wird damit ein positiver Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität und des Humusaufbaus geleistet.