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Mit 32 Premieren in das zweite Jahr

Spielzeit-Pressekonferenz 2013/2014: Intendant Michael Börgerding hat Programm vorgestellt - Eröffnung mit "Der Fliegende Holländer" - Auch "La Traviata" und "La Bohème" im Programm - Erneute Jelinek-Uraufführung im Schauspiel

(lifePR) (Bremen, )
Wiederbegegnungen, Anschlüsse und Neuanfänge kennzeichnen die Spielzeit 2013/2014 des Theaters Bremen, die am 15. September mit Richard Wagners Oper "Der Fliegende Holländer" eröffnet wird. Insgesamt stehen 32 Premieren auf dem Programm der zweiten Spielzeit des Intendanten Michael Börgerding. "Der kommende Spielplan ist zum einen ein deutliches Fortschreiten des begonnenen künstlerischen Weges, zum anderen reagiert er natürlich auf unsere Erfahrungen in dieser Spielzeit und auf Begegnungen mit unserem Publikum und mit dieser Stadt", so Börgerding. Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz bedankte sich für die engagierte Arbeit des Theaters und hob besonders positiv hervor, dass das Theater wieder über künstlerische Positionen von sich reden macht: "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, bei Beibehaltung der künstlerischen Handschrift den Spielplan noch vielseitiger zu machen."

Vor der offiziellen Eröffnung der Spielzeit findet am 31. August bereits ein "Tag der offenen Tür" statt, der in diesem Jahr einen besonderen Anlass hat - den 100. Geburtstag des Theaters am Goetheplatz. 1913 als Schauspielhaus eröffnet, wurde das Theater im Krieg zerstört und 1950 als Haus für Oper und Schauspiel wiedereröffnet.

Zum Programm im Einzelnen:

"Der Fliegende Holländer", Richard Wagners romantische Oper, wird von Sebastian Baumgarten inszeniert. Der "Freischütz"-Regisseur führt damit seine Auseinandersetzung mit der "deutschen Oper" fort und wird sich gemeinsam mit Markus Poschner, der die musikalische Leitung übernimmt, auf die Suche nach den Ambivalenzen der deutschen Romantik begeben. Mit Antonio Vivaldis "Orlando furioso" gibt es auch eine barocke Oper: Olof Boman wird als Barockspezialist die musikalische Leitung übernehmen, Anna-Sophie Mahler nach ihrer erfolgreichen "Makropulos"-Inszenierung ihre zweite Oper in Bremen zeigen. Benedikt von Peter, dessen erfolgreiche "Mahagonny"-Inszenierung wieder aufgenommen wird, widmet sich zwei großen Titeln des Opernrepertoires: zum einen überträgt er seine Hannoversche Verdi-Inszenierung "La Traviata" auf das Bremer Ensemble - Patricia Andress wird die Hauptpartie übernehmen - zum anderen inszeniert er Giacomo Puccinis "La Bohème" neu.

"Juliette" ist eine lyrische Oper in drei Akten von Bohuslav Martinů, ein surrealistisches Traumspiel, mit dem das Theater Bremen seine Beschäftigung mit Schlüsselwerken und Erzählformen im Musiktheater des 20. Jahrhunderts fortsetzt. Nadja Stefanoff wird die Titelpartie singen, Clemens Heil hat die musikalische Leitung und der Engländer John Fulljames wird nach seinem Bremer Debüt mit "Wo die wilden Kerle wohnen" erneut inszenieren. Mit "Last Night of the Proms" (Musik von Edward Elgar, Benjamin Britten u.a.) wird sich die Regisseurin Christiane Pohle im Musiktheater mit einem szenisch-musikalischen Projekt vorstellen, das sich den berühmten englischen Promenadenkonzerten widmet. Ganz zum Schluss der Spielzeit kommt ein Musical: "Hair". Und mit diesem Meilenstein der Popgeschichte der 60er Jahre kommen die Bremer Philharmoniker, der Opernchor, Samir Akikas Tanztruppe, Opern- und Schauspielensemble zusammen, um noch einmal darüber nachzudenken, wie die Welt denn anders und besser aussehen könnte. Daniel Mayr, Chordirektor und Kapellmeister, wird dirigieren und mit Robert Lehniger stellt sich ein weiterer Regisseur neu in Bremen vor.

Zu den sieben großen Premieren kommen ein Chorkonzert, eine Operngala, eine Projektpremiere im Kleinen Haus ("Der Blick der Tosca") und als Neuerung die Familienkonzerte, gemeinsam mit den Bremer Philharmonikern im Theater am Goetheplatz.

Das Schauspiel ist zu Hause im Theater am Goetheplatz wie im Kleinen Haus. Drei Premieren, mit dem Familienstück vier, werden im Großen Haus zu sehen sein, acht im Kleinen Haus. Alize Zandwijk aus Rotterdam inszeniert im Dezember Tschechows "Kirschgarten", Klaus Schumacher im Februar Hans Falladas Geschichte "Kleiner Mann - was nun?" und Dušan David Pařízek aus Prag, künstlerisch derzeit in Zürich und Düsseldorf zuhause, stellt sich neu vor mit seiner Sicht auf "Die Zehn Gebote" (nach den Filmen von Krzystof Kieślowski). Das Familienmärchen im Theater am Goetheplatz wird wie im letzten Jahr Frank Abt übernehmen: die "Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren.

Das Kleine Haus ist das Haus der Uraufführungen, der neuen Stücke, der Romanbearbeitungen und der Projekte: Die argentinische Regisseurin Lola Arias wird eröffnen mit ihrem Projekt "Die Bremer Straßenoper", in dem Laien, d. h. Bremer Straßenarbeiter wie Obdachlose, Prostituierte und Straßenmusiker die Akteure auf der Bühne sind. Mit Leif Randts "Schimmernder Dunst über Coby County" wird Hausregisseur Felix Rothenhäusler nach "Sickster" einen weiteren hoch gelobten Gegenwartsroman für die Bühne aufbereiten, während sein Kollege Alexander Riemenschneider mit Dea Lohers "Unschuld" die Auseinandersetzung des Theaters Bremen mit dieser bedeutenden Dramatikerin fortsetzt. Bevor es mit einer weiteren Uraufführung eines Textes von Elfriede Jelinek ("Tod-krank.doc") in der Regie von Mirko Borscht im November weitergeht, steht im Schauspiel noch ein Leonard-Cohen-Liederabend auf dem Programm. Titel: "I'm Your Man", Regie führt Felix Rothenhäusler.

"Herkunft" ist der Titel von Oskar Roehlers großem Familien- und Geschichtsroman, den er selbst unter dem Titel "Quellen des Lebens" verfilmt hat (Regie: Frank Abt). Dazu kommen noch eine Inszenierung von Artist in Residence Alexander Giesche, der in "Lost" (frei nach der HBO-Serie) die Bedingungen einer gestrandeten Gesellschaft erforscht, und eine Arbeit der Regieassistentin Anne Sophie Domenz, die mit Schillers "Maria Stuart" dem Zusammenhang von weiblichen Körpern und Politik nachgeht.

Schließlich beginnt Felix Rothenhäusler seine Beschäftigung mit "Faust I-III" von Goethe/Jelinek, ein Vorhaben, das die gewöhnlichen Probenzeiträume sprengt. Zum Ende dieser Spielzeit präsentiert das Theater einen ersten Arbeitsstand. Mit diesem Projekt wird das Theater die Spielzeit 2014/15 eröffnen.

Zur Tanzsparte: Samir Akika und seine Truppe Unusual Symptoms machen da weiter, wo sie aufgehört haben - sie entwickeln Abende, die mehr sind als nur Tanz, sie erzählen von sich, sie spielen, sie reden und vor allem: sie tanzen - alleine und zusammen. Und das alles gleichzeitig. Als festes Bremer Tanzensemble werden sie in der nächsten Spielzeit zwei neue Choreografien erarbeiten. Dazu kommt noch Ostern 2014 ihr großes Tanzprojekt mit Schülerinnen und Schülern aus Huchting: "Symptom Tanz". Und natürlich sind sie bei "Hair" dabei! Auch Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen sind mit ihren Performern und Tänzern 2013/14 im Kleinen Haus wieder präsent. Sie zeigen ebenfalls zwei neue Produktionen, und am Ende ihres zweiten Jahres als Residenzkünstler verabschieden sie sich schon wieder mit einem eigenen Gintersdorfer/Klaßen-Festival.

Im Moks gibt es einmal mehr ein Stück des holländischen Autoren und Regisseurs Theo Fransz zu sehen, der dem Theater seit einigen Jahren sehr verbunden ist. Titel: "Fantastisch". Im August, noch bevor es die Uraufführung von ihm zu sehen gibt, wird es eine kleine Werkschau geben. Im Herbst folgt das Kinderstück "Rico, Oskar und die Tieferschatten" in der Regie von Grete Pagan, im Januar eine Produktion gemeinsam mit dem Schauspiel: "Nichts. Was im Leben wichtig ist" wird von Alexander Riemenschneider inszeniert. Im April schließlich gibt es ein weiteres Jugendstück, "Weißes Papier", im Brauhauskeller in der Regie von Konradin Kunze. Die Jungen Akteure planen eine neue TANK-Plattform-Produktion, ein größeres Projekt über "Kindersoldaten" im Moks (Regie: Gernot Grünewald) und schließlich eine theatralische Aussiedlung nach Gröpelingen: "Homezone".
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