Premiere der Tanzsparte: "polaroids"

Samir Akikas elfte Choreografie am Theater Bremen hat am Samstag, 8. April Premiere - Beginn um 20 Uhr im Kleinen Haus - Szenischer Einlass eine Stunde vor Vorstellungsbeginn - "Sehr performativ"

(lifePR) ( Bremen, )
Seit Samir Akika vor knapp fünf Jahren mit seinen Unusual Symptoms als Leiter der Tanzsparte nach Bremen kam,  war er äußerst produktiv. Nicht weniger als zehn Arbeiten hat der gebürtige Pariser mit algerischen Wurzeln neu herausgebracht, vom humorvoll-verspielten „Funny, how?“ bis zum schlicht numerisch betitelten Jubiläumsstück „Akika X“ im vergangenen Herbst – eine bunte Palette sehr verschiedener Choreografien, in denen aber immer das drin war, was draufstand: Akika.

Doch jetzt braucht er wieder Neuland, sagt: „Ich muss jetzt einfach eintauchen in ein neues Kunstfeld, will meinen Horizont erweitern.“ Inspiriert von der künstlerischen Aufbruchsstimmung des New York der frühen 80er Jahre im Zeichen von No Wave, Street Art und Punk, suchen Akika und sein Team den eigenen künstlerischen Untergrund – in Form eines interdisziplinären Abends, der verschiedene künstlerische Selbstentwürfe der Beteiligten zeigt, ausstellt und verhandelt. „polaroids“ heißt das neue Stück, Premiere ist am Samstag, 8. April um 20 Uhr im Kleinen Haus, der so genannte szenische Einlass ist bereits eine Stunde vor dem Vorstellungsbeginn.

Denn diese von Akika postulierte Öffnung ist wörtlich zu nehmen:  Anfangs- und Endzeit seiner neuen Produktion sind mehr oder minder fließend, schon vor dem offiziellen Beginn gibt es für den Zuschauer einiges zu sehen und zu erleben; die Produktion selbst findet zwar im Kleinen Haus statt, aber auch dies nur primär – von dort aus dürfen die Zuschauer in den Keller wandern, sich ein Bier holen, es mitnehmen und zurückgehen – oder auch nicht. „Es ist mehr eine Performance als ein Stück“, sagt denn auch die Gastdramaturgin Anna Katharina Becker, mit der Samir Akika in früheren Zeiten häufig zusammengearbeitet hat und die er extra für dieses Projekt nach Bremen geholt hat. Das Theater wird dabei zu einem Ort mit unterschiedlichen Schauplätzen und Spielregeln: Tänzerinnen bemalen Wände, Musiker tanzen und Performer erfinden Punksongs – zumindest kann all dies passieren, sagt Becker, denn: „Alles ist möglich, nichts muss“.

Eine große Rolle in dieser Performance spielt die Musik. Mit Simon Camatta, jayrope und Stefan Kirchhoff sind gleich drei Musiker dabei, die auch schon in „The Maidenhair Tree & The Silver Apricot“ mit Samir Akika und den Unusual Symptoms zusammengearbeitet haben. Ihre musikalischen Vorstellungen und Ideen bilden quasi den „starting point“ für das Projekt, erklären Akika und Becker: Als Setting der Produktion habe sich dann schnell das New York der frühen 80er Jahre ergeben mit so unterschiedlichen Einflüssen wie Warhol, Basquiat, Punk, Sonic Youth, Laurie Anderson, Patti Smith – aber auch Hiphop. „Der Schwerpunkt liegt aber sicherlich auf dem experimentellen Rock“, so Becker, was der bekennende Rockfan Samir Akika nickend bestätigt. Beide betonen die dynamischen Strukturen des Abends, die deutlich wichtiger seien als das Narrative; getanzt werde natürlich auch, aber der performative Anteil sei wahrscheinlich höher. Mit dabei sind sowohl Ensemblemitglieder der Unusual Symptoms als auch Gäste, insgesamt neun Tänzerinnen und Tänzer.

Samir Akika ist Choreograf, Regisseur, Kurator und Produzent. Seine Arbeiten sind vielfach ausgezeichnet worden. Neben seinen vielbeachteten Bühnenproduktionen für Erwachsene realisierte er weltweit Projekte mit Jugendlichen. 2009 gründete er gemeinsam mit seiner langjährigen Produktionspartnerin Alexandra Morales das Label Unusual Symptoms. Seit der Spielzeit 2012/2013 leitet Samir Akika mit seinen Unusual Symptoms die Tanzsparte am Theater Bremen.

Premiere: 8. April 2017, 20 Uhr, Kleines Haus; szenischer Einlass eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Choreografie: Samir Akika

Bühne und Kostüme: Elena Ortega, Stefan Schönfeldt

Musik:Simon Camatta, jayrope, Stefan Kirchhoff

Dramaturgie: Anna K. Becker        

Mit: Valeria Cordes aka Lerok, Marie-Laure Fiaux, Gabrio Gabrielli, Pilgyun Jeong, Nora Ronge, Lotte Rudhart, Karl Rummel, Antonio Stella und Szu-Wei Wu

Weitere Termine unter www.theaterbremen.de
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