Spielplan 2019|2020 unterhält mit zwischenmenschlichen Beziehungen

THEATER AM MEER 10 Jahre eigene Spielstätte im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63

(lifePR) ( Wilhelmshaven, )
Auf der kürzlich abgehaltenen Mitgliederversammlung des Theaters am Meer wurde die gesamte Vorstandscrew um Theaterleiter Arnold Preuß einstimmig für weitere zwei Jahre bestätigt. „Dieses Vertrauen ehrt uns sehr und gibt uns Kraft, für die nächste Spielzeit wieder ein unterhaltsames Theaterprogramm mit vier ganz unterschiedlichen Inszenierungen auf die Bühne zu bringen“, sagt Arnold Preuß, der inzwischen 26 Jahre mit leicht wechselnder Besatzung auf der Kommandobrücke des ambitionierten Amateurtheaters steht. „Auch wenn Marion Zomerland als künstlerische Beratung in der nächsten Spielzeit aus persönlichen Gründen pausiert, sind wir bei der Spielplanplanung unserem erfolgreichen Motto „anspruchsvolles, modernes Unterhaltungstheater in Niederdeutscher Sprache zu präsentieren“ treu geblieben.“

Als glückliche Fügung bezeichnet Preuß es dabei, dass er für die kommende Spielzeit die Wilhelmshavener Berufsregisseurin Elke Münch gleich für zwei besondere Inszenierungen verpflichten konnte. Sie habe ein besonders glückliches Händchen im Umgang mit neuen Ensemblemitgliedern und diese werde es in der kommenden Spielzeit mehrfach zu sehen geben. Das Theater am Meer hat im letzten September ein Schauspiel-Casting durchgeführt und viele der Teilnehmer sind über das Jahr durch Claudia Ducci und durch die Besuche der Seminare des Niederdeutschen Bühnenbundes professionell geschult worden. Nun werden sie ihre Feuertaufe auf unserer Bühne haben, freut sich Preuß.

Auf der Jahresversammlung des Theaters am Meer wurde der neue Spielplan für die Theatersaison 2019|2020 den Mitgliedern vorgestellt. Er werde sich in vielen Variationen mit den zwischenmenschlichen Beziehungen beschäftigen. „Auch wenn es manchmal um wahre Tragödien geht, haben wir uns auf das Mittel der Komödie konzentriert, das oft treffender die Missstände menschlicher Beziehungen bloßstellt, sie jedoch in ein unterhaltendes Geschehen verpackt“, so Theaterbaas Arnold Preuß.

Allens ut de Reeg

Die Spielzeit 2019|20 startet am Sonnabend, 14. September 2019 sehr humorvoll mit der Farce „Allens ut de Reeg“ (Out of Order) von Ray Cooney. Die Niederdeutsche Fassung stammt von Arnold Preuß, der auch für die Regie und den Bühnenbildentwurf verantwortlich ist.

Der Landwirtschaftsminister Richard Willms plant einen Seitensprung, obwohl er sich in der Suite des Hotels Excelsior eigentlich auf seine Rede im Parlament vorbereiten wollte. Stattdessen will er sich mit der leichtsinnigen Inge Würdemann vergnügen, die pikanterweise Sekretärin des Oppositionsführers ist. Wer so etwas plant, sollte nicht in einem Hotel absteigen, das schon reichlich Patina angesetzt hat. Ein Schiebefenster und die ausgeleierte Tür eines Schranks werden dem ungleichen Paar zum Verhängnis: Im Fenster steckt eine Leiche! Ein politischer Skandal größten Ausmaßes droht. Also muss Willms seinen Assistenten Sööge her zitieren, um das drohende Chaos abzuwenden.

Geistreich ausgeklügeltes Unterhaltungstheater, ein souverän konstruiertes Verwirr- und Verwechslungsspiel. Klingelnde Telefone, klappernde Fenster, polternde Türen, Leichen im Schrank, unverhofft auftauchende Gattinnen und hereinstürmenden Ehemänner sorgen für einen äußerst unterhaltsamen Theaterabend. Lachsalven und Freudentränen sind vorprogrammiert.

…un denn de Heven vull van Geigen

Das zweite Stück der Spielzeit bringt eine hochaktuelle Frage auf die Bühne, und zwar „kann man auch im hohen Alter noch eine neue Liebe finden? Der zeitlose Liebesreigen von Marc Becker in der Niederdeutschen Fassung von Annegret Peters hat Premiere am Sonnabend, 9. November 2019 in der Regie und im Bühnenbildentwurf von Elke Münch.

Sie reisen um die Welt, kaufen Tablets, sind körperlich und geistig fit und haben auch noch eine gehörige Portion Lebenserfahrung im Gepäck. Menschen über 60 Jahren sind heutzutage alles andere als altmodisch und gebrechlich. Sechs Senioren, drei Männer und drei Frauen, suchen einen neuen Partner. Sie begeben sich auf die Suche – beim Speed Dating einer Kontaktbörse. Ob verwitwet, geschieden oder jahrelanger Single, jede und jeder bringt seine ganz eigenen Hoffnungen und Sehnsüchte mit. Doch was sie alle eint, ist die Sehnsucht nach Nähe und die Bereitschaft, sich dafür einem wildfremden Menschen auszuliefern.

Wie mache ich einen guten ersten Eindruck? Bin ich vielleicht zu langweilig? Wie flirtet man eigentlich nochmal und wie geht es nach einem vielversprechenden Gespräch weiter? Vom Flirt-Coaching, kleinen Tanzeinlagen bis hin zum spannungsreichen Speed Dating hat diese Kontaktbörse alles zu bieten, was die Chance auf das passende Herzblatt größer macht. Doch findet hier jede und jeder genau das, was sie oder er sucht…

Ein amüsant-berührendes Stück über die Frühlingsgefühle im hohen Alter.

De Kredit

Das neue Jahr bringt am Sonnabend, 18. Januar 2020 die Premiere einer neuen Komödie von Jordi Galceran, die Arnold Preuß ins Niederdeutsche übersetzt hat. Bei dieser Niederdeutschen Erstaufführung liegt die Regie und die Konzeption des Bühnenraumes ebenfalls in den Händen von Arnold Preuß.

Bank-Filialleiter Goetz führt ein glückliches Leben. Zufrieden blickt er auf Frau, Haus, Kind und sicheren Job. Da taucht Arnulf Schmidt auf und beantragt einen Kredit. Ein täglicher Vorgang für Goetz: Antrag geprüft, Antrag abgelehnt. Antragsteller bringt nicht die entsprechenden Sicherheiten mit - erledigt.

Arnulf lässt sich aber nicht so einfach abwimmeln, gibt es keinen Kredit muss er tun, was getan werden muss. Er eröffnet dem Filialleiter seine Bedingung: Bekommt er keinen Kredit, sieht er sich gezwungen, mit der hübschen Frau des Filialleiters zu schlafen. Dieser lacht erst wie über einen schlechten Witz, dann droht er mit dem schwarzen Gürtel und schließlich ruft er seine Frau an, um sie zu warnen. Doch diese Idee geht nach hinten los!

Das idyllische spießbürgerliche Leben des Filialleiters wird durch das Auftauchen des korrupten Kunden aus den Angeln gehoben und der Wert des Geldes in neues Licht gerückt. Erfrischend komisch wird gezeigt, wie sich die Machtverhältnisse neu ordnen!

Honnig in’n Kopp

Schon der Film von Till Schweiger hat Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt. Dieter Hallervorden hat die Menschen tief berührt und das Thema „Alzheimer“ ist einer breiten Öffentlichkeit sensibel vor Augen geführt worden. Die Theaterfassung hat sich ebenfalls zu einem Publikumsrenner entwickelt. Elke Münch wird das Stück für das Theater am Meer mit Premiere am Sonnabend, 14. März 2020 inszenieren und gleichzeitig den Bühnenraum konzipieren.

Das Mädchen Tilda und ihr Opa Amandus haben eine sehr enge Verbindung. Als Amandus, der an Alzheimer erkrankt ist, nach dem Tod seiner Frau zusehends abbaut, nimmt ihn Tildas Familie bei sich auf. Doch seine Krankheit stellt Tildas Eltern Niko und Sarah auf manch harte Probe. Zumal beide sehr mit sich und ihrer Arbeit beschäftigt sind und auch in ihrer Ehe nicht alles rund läuft. Allein Tilda schafft es, ihrem Opa mit Liebe und Verständnis zu begegnen. Als Niko seinen Vater in seiner Verzweiflung in einem Heim anmelden will, entführt Tilda Amandus kurzerhand auf eine abenteuerliche Reise nach Venedig - die Stadt, in der er einst mit seiner verstorbenen Frau so glücklich gewesen ist.

Eine Geschichte über ein sehr aktuelles Thema, mit viel Wärme und Sinn für Komik erzählt.

Theater macht Sommerpause

Das Ensemble des Theaters am Meer ist nach vier Inszenierungen mit rund 80 Vorstellungen und 120 Proben in seine verdiente Sommerpause gegangen. Ebenso ist das Theater- und Abonnementsbüro derzeit nicht besetzt. Die Abonnementsunterlagen werden rechtzeitig zur neuen Saison verteilt und wer sich auch in die große Zahl der Abonnenten einreihen möchte, muss sich bis Ende Juli/Anfang August gedulden. Wer seinen Wunsch aber schon vorher deponieren möchte, kann das Theaterbüro über eine Mail erreichen (theater-am-meer@ewetel.net).
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