Montag, 20. November 2017


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Alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch eine deutsche Waffe

terre des hommes zur Bundestagswahl: Waffenexporte führen zu Tod und Vertreibung

Osnabrück, (lifePR) - Das Kinderhilfswerk terre des hommes startet zur Bundestagswahl eine Kampagne gegen Waffenexporte aus Deutschland. Die Steigerung bei der Ausfuhr von Kleinwaffen um fast 50 Prozent sei ein politischer Skandal, gerade mit Blick auf Kindersoldaten, so terre des hommes-Vorstandssprecher Jörg Angerstein.

»Uns alarmiert die massive Zunahme von Exportgenehmigungen für Kleinwaffen, deren Wert laut Rüstungsexportbericht der Bundesregierung 2016 von 32 auf 47 Millionen Euro gestiegen ist. Es ist eine Verpflichtung für terre des hommes, zur Bundestagswahl Verantwortlichkeiten aufzuzeigen«, betonte Jörg Angerstein. Schätzungen zufolge stirbt alle 14 Minuten auf der Welt ein Mensch durch eine deutsche Waffe. »Gerade für die von der Bundesregierung immer wieder postulierte Fluchtursachenbekämpfung wäre eine restriktivere Waffenexportpolitik eine wirksame Maßnahme, denn die Hauptursache für Flucht sind Kriege: Zwei Drittel der weltweit 65 Millionen Flüchtlinge kommen aus Syrien, Irak, Somalia, Afghanistan, Kolumbien und Südsudan. In allen diesen Kriegsländern befeuern Waffen aus Deutschland die Konflikte«, so Angerstein.

»terre des hommes thematisiert im 50. Jahr seines Bestehens, dass sich die Wahlprogramme von CDU und AFD nicht zu deutschen Waffenexporten äußern. Einzig SPD, Grüne, Linke und FDP wollen Exporte von Kleinwaffen in Krisengebiete beenden und das Rüstungsexportgesetz wirksamer, verbindlicher und transparenter machen«, so Jörg Angerstein. »Wir fordern, dass Kleinwaffen und ganze Waffensysteme nicht länger Exportschlager aus Deutschland sind«, betonte der Vorstandssprecher von terre des hommes.

Das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes setzt sich für den Stopp von Waffenexporten ein. Um zur kommenden Bundestagswahl die Wählerinnen und Wähler in Deutschland für ein relevantes Thema zu sensibilisieren, hat terre des hommes die Kampagne »Stoppt Waffenexporte« gestartet.

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