Stellungnahme des Swiss Science Center Technorama

Vernehmlassung Kulturbotschaft 2016-2019

(lifePR) ( Winterthur, )
Das Swiss Science Center Technorama begrüsst den Entwurf der Kulturbotschaft 2016-2019, sieht sich darin aber weder in seiner Rolle und in seinen Leistungen, noch in Bezug auf seine finanzielle Förderung angemessen gewürdigt. Angesichts der Notwendigkeit einer grösseren "scientific literacy" in der Schweiz und der vielfältigen Leistungen, die das Technorama für diese Aufgabe erbringt, schlägt es eine Präzisierung der entsprechenden Textpassage vor. Das Technorama begründet diesen Vorschlag im Hinblick auf die zentralen Handlungsachsen, an denen der Bundesrat die Kulturpolitik des Bundes 2016-2019 ausrichtet. Und es weist auf die Notwendigkeit einer verstärkten finanziellen Förderung hin.

Das Swiss Science Center Technorama gehört zu den bedeutendsten Science Centern weltweit. Mit jährlich rund 280'000 Besuchern, davon 65'000 Schülerinnen und Schüler, ist es nicht nur eine der am häufigsten besuchten Kultureinrichtungen der Schweiz, sondern auch einer der grössten ausserschulischen Lernorte. Es leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung des Verständnisses naturwissenschaftlicher und technischer Zusammenhänge. Angesichts des akuten Mangels an naturwissenschaftlich und technisch ausgebildeten Arbeitskräften kommt dem Technorama eine wichtige Rolle zu in der langfristig ausgerichteten Förderung des Wohlstandes in der Schweiz. Vor dem Hintergrund, dass es sich beim Technorama nicht um ein Museum mit Sammlung handelt, in welchem ein "vielfältiges und bedeutendes Kultur- und Kunstgut" betreut wird, schlagen wir folgende neue Formulierung in der Kulturbotschaft 2016-2019 vor:

Beiträge an Museen, Sammlungen und Netzwerke Dritter

Gestützt auf Artikel 10 KFG unterstützte das BAK in der Förderperiode 2012-2015 insgesamt zwölf Museen, Sammlungen und Netzwerke Dritter mit Betriebsbeiträgen: Schweizerisches Alpines Museum, Stiftung Verkehrshaus der Schweiz, Schweizerische Stiftung für die Photographie, Memoriav, Schweizerisches Institut in Rom, Schweizerisches Architekturmuseum, Haus für elektronische Künste, Schweizer Tanzarchiv, Schweizerisches Freilichtmuseum Ballenberg, Sportmuseum Schweiz, Verband der Schweizer Museen und die Stiftung Schweizer Museumspass. Dazu kommt das Swiss Science Center Technorama, das als Kompetenzzentrum für selbstbestimmtes Lernen am Phänomen nachhaltig die Art und Weise mitprägt, wie Naturwissenschaften in der Schweiz wahrgenommen, gelernt und vermittelt werden.

(zu den Einzelheiten in Bezug auf Konzept und Auswahl der unterstützten Institutionen vgl. Kulturbotschaft 2012-2015, Fussnote 27).
(Vernehmlassungsentwurf Kulturbotschaft vom 28. Mai 2014, S. 50)

In Bezug auf die übergeordneten Ziele, die der Bundesrat mit der Kulturpolitik des Bundes 2016-2019 verfolgen will, begründen wir diese Präzisierung sachlich wie folgt:


den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Vielfalt stärken: Das Swiss Science Center Technorama versteht sich als nationale Bildungs- und Freizeiteinrichtung, die allen Bevölkerungsschichten aus allen Landesteilen offensteht und sämtliche Ausstellungsinhalte in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch anbietet. Die Zusammensetzung der Besucherinnen und Besucher zeigt nicht nur eine gleichmässige Geschlechterverteilung, sondern auch eine für Museen und Science Center ungewöhnlich ausgewogene Mischung von Alter und sozialer Herkunft.

den kulturellen Austausch mit dem Ausland gewährleisten: Mit seinen schuldidaktischen Vermittlungsformaten und der Vermietung und dem Nachbau von Exponaten ist das Swiss Science Center Technorama ein internationaler Botschafter ersten Ranges für "Made in Switzerland". In Beratungsmandaten und Kooperationen mit Künstlern, Kuratoren, Museen und anderen Einrichtungen teilt das Technorama seine Erfahrungen in der Ausstellungsdidaktik, im Exponatebau und Ausstellungsbetrieb und pflegt nachgerade das Image der Wissensnation Schweiz im Ausland.

einen Beitrag zur Attraktivität der Schweiz als Bildungs- und Wirtschaftsstandort leisten: Das Kreativitäts-, Innovations- und Wirtschaftspotenzial an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wissenschaft erschliesst das Swiss Science Center Technorama in Form verschiedener wissenschaftlicher Forschungsprojekte. Mit jährlich rund 280'000 Besuchern gehört es zu den zehn grössten Kultureinrichtungen in der Schweiz. Es leistet einen wichtigen und vielfältigen Beitrag in der MINT-Förderung, indem es Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftliche und technische Themen begeistert. Diese Begeisterung für wissenschaftliche Fragestellungen und die Neugier für Phänomene und ihr Verständnis ("scientific literacy" als integraler Teil der Kultur) bilden die Voraussetzungen für einen humanen und demokratischen Fortschritt und für den künftigen Wohlstand der Schweiz.


Das Swiss Science Center Technorama ist bestrebt, seine Rolle und die damit verbundenen Leistungen auch in Zukunft zu erbringen und auszubauen. Die vorgeschlagene Präzisierung in der Kulturbotschaft 2016-2016 bildet dafür nicht nur die notwendige Grundlage, sondern steckt auch den Handlungsrahmen ab, in dem das Swiss Science Center Technorama mit Unterstützung des Bundes im Rahmen des Artikels 10 KFG zukünftig agieren will. Dazu ist auch eine verstärkte finanzielle Förderung seitens des Bundes unabdingbar, welche dieser Rolle und den damit verbundenen Leistungen entspricht.
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