Donnerstag, 21. September 2017


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Öffentlichkeitsarbeit: Private Schulen haben die Nase vorn

Bundesweite Studie zur Kommunikation von Schulen unter Beteiligung der TU Berlin

Berlin, (lifePR) - Private Schulen betreiben häufiger und systematischer Öffentlichkeitsarbeit als öffentliche Schulen. Das ist ein Ergebnis der bundesweiten Expertenstudie "Schulen im Gespräch". Im Rahmen der Studie wurden mehr als 40 Schulleiterinnen und Schulleiter verschiedener Bundesländer und unterschiedlicher Schulformen ausführlich zur Öffentlichkeitsarbeit an ihrer Schule befragt. Ziel der Studie ist die Entwicklung von Leitlinien zur Unterstützung der Kommunikationsarbeit von Schulen.

So haben an den befragten öffentlichen Schulen nur 20 Prozent der Leiterinnen und Leiter eine regelmäßige Unterstützung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, etwa durch eine ständige Arbeitsgruppe. Ganz anders zeigt sich die Situation an privaten Schulen: An allen befragten Einrichtungen werden zentrale Aufgaben aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit an ständige Mitarbeiter, teilweise fachlich spezialisierte Kräfte, delegiert.

Insgesamt zeigt sich aber, dass das Thema Öffentlichkeitsarbeit im Alltag der Schulen angekommen ist. Der überwiegende Teil der Befragten (80 Prozent) ist davon überzeugt, dass eine aktiv betriebene Öffentlichkeitsarbeit notwendig ist. Zwei Drittel (63 Prozent) gaben als Ziel die konkrete Gewinnung neuer Schülerinnen und Schüler an. Rund 40 Prozent wollen die grundsätzliche Stärkung des Images ihrer Schule voranbringen. Dagegen nannten nur 19 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter als Hauptziel die Gewinnung von Sponsoren. In älteren Studien aus den Jahren 2006/2007 wurde die Sponsorengewinnung noch am häufigsten genannt. Hier scheint sich Druck, den der demographische Wandel und die Umstrukturierungen der Schullandschaft auf die Schulen ausüben, bemerkbar zu machen. Wenn es weniger Schüler gibt, die Konkurrenz zwischen den Schulen steigt, wird das Anwerben neuer Schüler zum primären Ziel.

Die Wahl der Kommunikationsmaßnahmen erfolgt beim überwiegenden Teil der Schulen jedoch eher zufällig: Die meisten Schulen (85 Prozent) entwickeln - bedingt durch die schwierige Ressourcenlage - keine Strategie für ihre Öffentlichkeitsarbeit. Die Kommunikation erfolgt oft ungeplant und eher zufällig, abhängig von persönlichen Kontakten und sich ergebenden Möglichkeiten.

"Die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für Schulen wird auch unabhängig von anstehenden Schulreformen und strukturellen Veränderungen für das Image und für Sponsorengewinnung immer wichtiger werden. Die Ergebnisse unserer Studie dienen als Grundlage zur Entwicklung von Leitlinien, die in Lehrerweiter- und -fortbildung und vor allem in der Ausbildung von zukünftigen Schuldirektorinnen und -direktoren ihre Bedeutung finden wird", sagt Prof. Dr. Angela Ittel vom Institut für Erziehungswissenschaft der TU Berlin, die neben der Kommunikationsagentur "plattform-p" und "Lehrer-online" eine der Mitherausgeberinnen der Studie ist.

Weitere Ergebnisse finden Sie unter: www.tu-berlin.de/?id=46947

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