Mittwoch, 28. Juni 2017


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"Null Verkehrstote - ist das möglich?"

Lancierung des ersten Rankings der Mobilitätsakademie

(lifePR) (Vernier, ) Mit ihrem ersten internationalen Ranking unter dem Titel "Null Verkehrstote - ist das möglich?" illustriert die vom TCS neu gegründete Mobilitätsakademie die Erfolgsgeschichte der schweizerischen Verkehrssicherheitsarbeit. So kamen zwischen 1971 und 2006 rund 82% weniger Menschen auf Schweizer Strassen ums Leben. Damit liegt die Schweiz gemeinsam mit den Niederlanden auf dem Gebiet der Unfallverhütung eindeutig an der Spitze. Dieses erfreuliche Ergebnis soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass jedes Jahr nach wie vor zu viele Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt oder getötet werden.

Das Ranking vergleicht die Erfolge westlicher Industrienationen bei der Verkehrssicherheit gegenüber dem "Peak Death", also dem Jahr, in dem die Anzahl der Strassenverkehrstoten pro 100'000 Einwohner am höchsten war. Der "Peak Death " liegt bei den meisten Industrienationen mit wenigen Ausnahmen in der ersten Hälfte der 70er Jahre, die wenigsten Verkehrsopfer sind in der Gegenwart zu verzeichnen.

Auf der Grundlage der IRTAD-Daten (International Road Transport Accident Database) ergibt sich eine nahezu konstant abfallenden Kurve bei allen Ländern. Dabei unterscheiden sich die Länder jedoch hinsichtlich des Erfolges der von ihnen umgesetzten nationalen Politiken und Programme. Während die USA beispielsweise die Anzahl ihrer Verkehrstoten nur halbieren konnten, haben die westlichen Industrienationen in Europa eindrucksvolle Reduktionsquoten erreicht.

An der Spitze liegen ganz eindeutig die Schweiz und die Niederlande mit jeweils einem Reduktionsfaktor von über 5. So führte laut Stefan Siegrist, stellvertretender Direktor der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), die Einführung der 0.5 Promillegrenze zu einer erfreulichen Senkung der Verkehrstoten. "Mittels seriös geplanter Kampagnen wurden die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert und die Polizei hat ihre Kontrolltätigkeit auf diesem Gebiet in kurzer Zeit verdoppelt. Ohne das Engagement aller Beteiligten hätte die alleinige Senkung der Promillegrenze eine wesentlich geringere Wirkung erzielt." Auch Jean-Marc Thévenaz, Leiter des Departements Verkehrssicherheit beim TCS, sieht für die rückläufige Tendenz verschiedene Gründe wie die Verbesserung der Schweizer Strasseninfrastruktur, die höhere Fahrzeugsicherheit, die eingeführten Tempolimiten, aber auch Sensibilisierungskampagnen, die dazu beigetragen haben, die Verkehrssicherheit regelmässig zu thematisieren und das Bewusstsein für Verkehrssicherheit bei den Verkehrsteilnehmern zu stärken.

Ein einziges europaweit geltendes Erfolgsrezept gibt es dabei allerdings nicht, denn neben vielen Gemeinsamkeiten weisen die Länder auch unterschiedliche Voraussetzungen auf, die immer wieder neue Handlungsstrategien innerhalb der jeweiligen Schwerpunktsetzungen bei der Verkehrssicherheitsarbeit erfordern.

Die Rankings der Mobilitätsakademie gehen der grundsätzlichen Frage nach "Wie gut ist der Verkehr in der Schweiz?". Anhand von regionalen, nationalen oder internationalen Vergleichen soll verdeutlicht werden, wie erfolgreich die Schweiz in der Vergangenheit die grössten Herausforderungen der Mobilitätsentwicklung bewältigt hat und welche Chancen und Risiken sich für die schweizerischen Verkehrsschaffenden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ergeben. Die Rankings erheben nicht den Anspruch, alle offen Fragen zu klären, sondern wollen vielmehr einen wissensbasierten Beitrag für den zukunftsweisenden Mobilitätsdiskurs in der Schweiz und darüber hinaus bieten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mobilityacademy.ch

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