Dienstag, 21. Februar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 547307

Ehrenamtliche Helfer dringend gesucht

(lifePR) (Eppstein, ) Es gibt wohl kaum eine idyllisch gelegenere Flüchtlingsunterkunft als die im Taunuscamp in der Eppsteiner Teilgemeinde Niederjosbach. Dort leben 50 Flüchtlinge in 25 Miet-Campingwagen mitten im Grünen mit Fernblick auf eine bewaldete Hügellandschaft zusammen mit Feriengästen, die schon seit Jahren auf dem beliebten Campingplatz ihre Ferien verbringen. "Hier herrscht eine positive Stimmung", erzählt Jörg Steimer, der Campinplatzbesitzer, der mit Flüchtlingen aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia, Äthiopien und Eritrea unter einem großen Baum sitzt und Apfelsaft ausschenkt.

Doch die Idylle trügt. Hier leben Menschen, die nach jahrelanger Flucht vollkommen orientierungslos in Eppstein gestrandet sind, ohne Deutschkenntnisse, voller Ungewissheit, wann ihre Asylanträge bearbeitet werden, ob sie abgeschoben werden, wie groß die Chance ist, ihre zurückgebliebenen Familien nachzuholen. Eine ganze Reihe dieser Flüchtlinge konnte bisher ihre Anträge selber gar nicht ausfüllen. Dieser Stau müsse dringend aufgelöst werden, so Steimer, der von Mary Momo einer Äthiopierin, die mehrere Sprachen beherrscht, unterstützt wird.

Deshalb sucht der Asylkreis Eppstein dringend Paten, die den Flüchtlingen bei der Überwindung bürokratischer Hürden behilflich sind. Weiter werden Menschen gebraucht, die Kranke bei Arztbesuchen begleiten und ihnen auch seelisch beistehen können. Der Asylkreis empfiehlt dabei ein Tandem Modell, bei dem immer zwei Personen auf einen der Neuankömmlinge zugehen, um Vertrauen aufzubauen, ihnen im Alltag und bei Problemen beizustehen, vor allem auch um ihnen zur Selbstständigkeit zu verhelfen. Zwei Helfer könnten sich austauschen, ergänzen und im Bedarfsfall vertreten. Doch vorerst ist Helena Cederqvist aus Eppstein, die Louay einen syrischen Flüchtling betreut noch allein. Als Rückhalt und in besonderen Fragen z.B. wenn ein Übersetzer benötigt wird, ist immer der Asylkreis an Ihrer Seite.

Wer also in der Lage ist, einige Stunden in der Woche für die dringend notwendige Flüchtlingsarbeit aufzubringen, sollte sich an den Besitzer des Taunuscamps Jörg Steimer wenden. Telefonisch unter 06198 - 7000 oder per -E-Mail über info@taunuscamp.de .

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