Samstag, 21. Oktober 2017


Neue Allgemeine Geschäftsbedingungen

Karten und Online-Banking: Sparkassen übernehmen zusätzliche Haftung

Bad Homburg, (lifePR) - Bei den 432 Sparkassen in Deutschland gelten seit dem 31. Oktober 2009 neue Geschäftsbedingungen für Kunden. Die meisten Änderungen ergeben sich aus der Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie in deutsches Recht. Die Neuerungen betreffen das Kartengeschäft, den Zahlungsverkehr sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Alle Kunden der Taunus Sparkasse haben die geänderten Geschäftsbedingungen per Post erhalten.

Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick

SparkassenCard: Sparkassen übernehmen zusätzliche Haftung

Bei Schäden durch eine missbräuchliche Nutzung von Zahlungskarten sieht die neue EU-Gesetzgebung vor, dass Kunden mit 150 Euro (mit-)haften. Die Sparkassen gehen über das gesetzliche Niveau hinaus und ersetzen dem Kunden den vollen Schaden. Voraussetzung ist, dass der Kunde sorgfältig mit der Karte und der Geheimzahl (PIN) umgegangen ist. Daneben gilt wie bisher: Sobald der Kunde seine Karte gesperrt hat, zum Beispiel über den zentralen Sperrnotruf 116 116, übernimmt die Sparkasse die Haftung für eventuelle Schäden. Bei grober Fahrlässigkeit des Kunden ist seine Haftung auf den geltenden Verfügungsrahmen beschränkt, d.h. auf den Betrag, über den der Kunde pro Tag mit seiner Karte verfügen kann.

Online-Banking: Kontensperre kann Haftung begrenzen

Aktuell bieten rund 200 Sparkassen ihren Kunden an, über den zentralen Sperrnotruf 116 116 zusätzlich zur Kartensperrung auch ihre Online-Banking-Anwendung sperren zu lassen. Damit kann Internetbetrügern beispielsweise bei einer Infizierung des heimischen PCs mit einer unerwünschten Schadsoftware kurzfristig das Handwerk gelegt werden. Diese Sperrmöglichkeit für Online-Banking-Anwendungen wird weiter ausgebaut. Schon heute kann jeder Kunde seinen Online-Banking-Zugang auch per Anruf bei der Sparkasse sowie per Mausklick im Online-Banking-Angebot sperren.

Sobald ein Kunde sein Online-Banking gesperrt hat, haftet er nicht für eventuelle Schäden durch missbräuchliche Nutzung. Vor der Sperranzeige ist die Haftung auf 150 Euro begrenzt, sofern der Kunde seinen Sorgfaltspflichten entsprochen hat.

Überweisungen: Kontonummer und Bankleitzahl maßgeblich

Überweisungen - ganz gleich ob sie im Online-Banking, am Serviceterminal oder per Überweisungsbeleg eingereicht werden - werden maßgeblich anhand der Kontonummer und der Bankleitzahl ausgeführt. Ein Abgleich mit dem Namen des Empfängers, wie er bisher bei Überweisungsbelegen vorgeschrieben war, entfällt. Das entspricht dem neuen Grundsatz, Inlandsüberweisungen und grenzüberschreitende Überweisungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gleich zu behandeln.

Längere Widerspruchsfrist und neues Sonderkündigungsrecht

Entsprechend der neuen gesetzlichen Regelungen für Zahlungsdienste verlängert sich die Widerspruchsfrist bei zukünftigen Änderungen in den Kundenbedingungen von bisher sechs Wochen auf zwei Monate. Bei Änderungen von Konditionen von Zahlungsdiensten (zum Beispiel Überweisungen, Girokonto) haben die Kunden zusätzlich ein fristloses und kostenfreies Sonderkündigungsrecht.

Weitere ausführliche Informationen stellt die Taunus Sparkasse im Internet unter www.taunussparkasse.de zur Verfügung.

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