Masche gewinnt an Fahrt

Gute Auftragslage bei schmalen Erträgen

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie hatten einen guten Start ins Geschäftsjahr 2011 und erwarten einen weiteren Aufwärtstrend im 2. Quartal. Das ist das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche, die der Verband im April durchgeführt hat.

Der Gesamtmasche Geschäftsklima-Index kletterte auf einen Rekordwert von 28,55 und legte mit einem Plus von 6,85 Basispunkten noch stärker zu als bei den letzten beiden Befragungen. Der Teil-Index für die Wäscheindustrie, der im letzten Quartal hinter den Gesamtindex zurückgefallen war, kletterte sogar um 7,89 Basispunkte auf einen Indexwert von 28,39.

Das gute Ergebnis wird von einer durchweg hohen Kapazitätsauslastung getragen. Bis zum Sommer erwartet ein Viertel der Firmen eine weiter steigende Auslastung; mit einem Rückgang rechnet niemand. Verantwortlich ist die erfreuliche Auftragslage. Herrschte in den ersten Monaten des Jahres bereits breite Zufriedenheit mit den Auftragseingängen, so rechnet rund ein Drittel der Unternehmen in den kommenden Monaten mit einer weiteren Verbesserung. Im Segment Wäsche liegt der Wert sogar noch deutlich höher. Entsprechend hoffen die meisten Hersteller auf eine Fortsetzung des Umsatzanstiegs im In- und Ausland, wobei sie vor allem auf Impulse aus dem Binnengeschäft setzen.

Weniger optimistisch ist die Branche hinsichtlich der Ertragslage. Trotz des Nachfrageanstiegs, der die Orders ankurbelt und für stabile Personalstärken sorgt, glauben nur 8 Prozent der Befragten an steigende Erträge im angelaufenen Quartal. Der rapide Anstieg der Beschaffungskosten drückt auf die Margen, da Preiserhöhungen bislang nur teilweise weitergegeben wurden. Immerhin hat sich das Geschäftsklima bei Preisen und Erträgen im Vergleich zum Vorquartal leicht verbessert. Hintergrund bilden die steigende Akzeptanz von Preiserhöhungen im Handel und eine gewisse Entspannung auf den Rohstoffmärkten.

Entwarnung ist jedoch längst nicht angesagt, da die Preise für natürliche wie chemische Fasern langfristig auf hohem Niveau verharren werden. Hohe Garnpreise, steigende Kosten für Energie und Transport sowie die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Garntypen werden weitere Preisanpassungen nach oben unumgänglich machen.
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