Mittwoch, 18. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 155757

Opferinteressen und Strafrechtstheorien

Zugleich ein Beitrag zum restorativen Umgang mit Straftaten / Lyane Sautner

Innsbruck, (lifePR) - Opfer strafbarer Handlungen spielen in den theoretischen Konzepten des Strafrechts traditionell - wenn überhaupt - eine Nebenrolle. Gleichwohl hat die Stellung des Opfers im österreichischen Strafprozess in den beiden letzten Jahrzehnten eine deutliche Aufwertung erfahren. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, inwiefern die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen von Kriminalitätsopfern durch das Strafrechtssystem legitim ist. Dazu ist es zunächst erforderlich, die empirischen Befunde zur Bedürfnis- und Interessenlage von Opfern zu analysieren. Auf dieser Grundlage ist in einem weiteren Schritt zu überprüfen, in welcher Form und bis zu welchem Ausmaß die Bedürfnisse und Interessen von Opfern im Strafprozess wie auch im materiellen Strafrecht Beachtung finden können bzw. dürfen.

Zu beachten sind dabei jene Schranken, die sich aus den Grundsätzen des formellen und materiellen Strafrechts und insbesondere den berechtigten Interessen des Beschuldigten ergeben. Dadurch entsteht der Entwurf einer opferorientierten Strafrechtstheorie, die im Hinblick auf ihre Zukunftsgerichtetheit als "Opferprävention" zu bezeichnen ist. Es wird gezeigt, dass eine solche Strafrechtstheorie Überschneidungen nicht nur mit den herrschenden präventionsgerichteten Zweckbeschreibungen des Strafrechts, sondern auch mit dem Konzept einer so genannten Restorative Justice aufweist.

Die Autorin

Lyane Sautner, Dr.in, Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Linz, Habilitation für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie, seit 1997 Assistentin am Institut für Strafrechtswissenschaften der Universität Linz, 2009 Verleihung der Lehrbefugnis für Strafrechtswissenschaften (Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie).

Aus dem Inhalt:

- Das Opfer in den traditionellen Strafrechtstheorien
- Das Paradigma einer Restorative Justice 57
- Das positive Recht als Indikator einer opferorientierten Strafrechtstheorie
- Zur Methodologie der referierten Forschungsarbeiten
- Opferbegriff im Kontext empirischer Untersuchungen
- Viktimisierungsraten
- Phänomenologie der Viktimisierungen
- Befindlichkeit und Bedürfnisse von Opfern im unmittelbaren Kontext der Viktimisierung
- Opferreaktionen: Anzeige bzw Nichtanzeige der Tat
- Opferbedürfnisse und -interessen im Zusammenhang mit einem Strafprozess
- Sanktionseinstellungen der Opfer Inhaltliche Konkretisierung einer opferorientierten Strafrechtstheorie
- Legitimität

Lyane Sautner
Opferinteressen und Strafrechtstheorien
Zugleich ein Beitrag zum restorativen Umgang mit Straftaten
Viktimologie und Opferrechte (VOR). Schriftenreihe der Weisser Ring Forschungsgesellschaft,
Band 6
448 Seiten, fest gebunden,
€ 49.90/sfr 80.90
ISBN 978-3-7065-4802-1

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