Freitag, 22. September 2017


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Freier Eintritt in den Historischen Museen Hamburg am Sonntag, dem 9. Juli 2017

Hamburg, (lifePR) - Am 9. Juli, dem Sonntag nach dem G20-Gipfel öffnen die Historischen Museen Hamburg kostenfrei ihre Türen. Die Hamburgische Bürgerschaft hatte dies im Juni beschlossen, als Geste des Dankes für das Verständnis der Hamburgerinnen und Hamburger für die Beeinträchtigungen, zu denen es vor und während des G20-Gipfels in der Stadt kommen kann. Neben den Dauerausstellungen zur facettenreichen Geschichte Hamburgs erwarten die Besucherinnen und Besucher an den Standorten der Historischen Museen Hamburg auch aktuelle Sonderausstellungen zu verschieden Themen und Künstlern.

Im Altonaer Museum ist unter dem Titel „AHOOBAA. Den Ahninnen und Ahnen gewidmet“ eine Rauminstallation von Joe Sam-Essandoh zur Kolonialgeschichte Altonas zu sehen. Der ghanaische Künstler Joe Sam-Essandoh präsentiert eine Reihe von Maskenobjekten, mit denen er sich auf künstlerische Weise mit der Kolonialgeschichte Altonas auseinandersetzt. Seine Assemblagen, in denen er verworfene Materialien zu neuem Leben erweckt, sind zusammengefügt aus gebrauchten und verschlissenen Fundstücken. Die goldenen und blechernen Versatzstücke sowie Palmkern, Kaffee- und Kakaobohne verweisen auf die geraubten Bodenschätze und auf die Kontrakt- und Zwangsarbeit auf den Plantagen Afrikas und der Karibik.

Das Museum für Hamburgische Geschichte lädt zum Besuch der jüngst eröffneten Sonderausstellung „Alt-Hamburg - Ecke Neustadt. Ansichten einer Stadt um 1900“ ein. Im Fokus der Ausstellung stehen vor allem Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und Künstlerdrucke, deren vielfältige Motive dem Betrachter eine Vorstellung vom Erscheinungsbild Hamburgs in der Zeit zwischen 1850 und 1913 vermitteln. Viele Künstler der Zeit waren fasziniert von der Stadt an der Elbe und hielten sie in oft romantisierenden, gelegentlich humorvollen Darstellungen fest. Diese künstlerisch und historisch interessanten Stadtansichten sind in der neuen Sonderausstellung des Museums zu neun Spaziergängen geordnet, bei denen sich der Besucher einen detailreichen Eindruck der Altstadt Hamburgs um 1900 verschaffen kann.

Im klassizistischen Ambiente des Jenisch Hauses wird aktuell die Ausstellung „Ernst Eitner. Monet des Nordens“ gezeigt. Der Maler Ernst Eitner (1867-1955) zählte zu den Gründungsmitgliedern des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897 und gilt bis heute als experimentierfreudigstes Mitglied dieser Vereinigung. Zunächst vom Publikum seiner Zeit missachtet, wurde er später als „Monet des Nordens“ gerühmt und avancierte zu einen der wichtigsten impressionistischen Künstler aus Hamburg. Eitners lichterfüllte Gemälde von Sonnenuntergängen über Elbe und Alster, seine farbenfrohen Landschaftsdarstellungen sowie seine zahlreichen Selbstporträts und Bilder seiner Familie sind ein lebendiges Zeugnis , wie der Maler einst die traditionelle Hamburger Kunst revolutionierte.

Das Museum der Arbeit lädt zum 20-jährigen Jubiläum dazu ein, seine Dauerausstellung zur Hamburger Industrie-, Technik- und Sozialgeschichte neu zu entdecken und im Hafenmuseum Hamburg kann die einmalige Sammlung zum Güterumschlag im Hamburger Hafen, zum Hamburger Schiffbau sowie zur Schifffahrt auf der Elbe und im Hafen erlebt werden. Und im Speicherstadtmuseum wird im authentischen Rahmen eines Lagerhauses von 1888 veranschaulicht, wie die Quartiersleute früher hochwertige Importgüter wie Kaffee, Kakao oder Kautschuk gelagert, bemustert und veredelt haben. Weitere zentrale Themen sind der Tee- und Kaffeehandel, der in den Kontoren der Speicherstadt ansässig war, sowie die Baugeschichte der Speicherstadt, die mit zahlreichen historischen Fotos und Plänen illustriert wird.

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