Dienstag, 19. September 2017


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Königlicher Besuch beim Fürsten Pückler jährt sich am 25. Juli

'Augusta' und 'Hermann' erhalten freien Eintritt ins Schloss / Kinder erwartet eine bunte Mitmachaktion

Cottbus, (lifePR) - Am 25. Juli 2017 jährt sich zum 153. Mal der Besuch der preußischen Königin und späteren deutschen Kaiserin Augusta (1811 – 1890) beim Fürsten Hermann von Pückler-Muskau (1785 – 1871) in dessen Schloss Branitz. Mit diesem Besuch ging für den Fürsten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die königliche Visite stellte einen Höhepunkt in der Beziehung Pücklers zu der Monarchin dar – eines der Schwerpunktthemen in der Ausstellung „Augusta. Die Königin zu Gast in Branitz“, welche die Stiftung Fürst-Pückler-Museum noch bis zum 31. Oktober 2017 im Schloss Branitz präsentiert.

Die Reise der Königin dauerte nur einen Tag und begann früh um sieben Uhr mit der Abfahrt per Zug vom Bahnhof Neuendorf bei Potsdam (heute Babelsberg). Drei Stunden später erreichten Augusta und ihr Gefolge Guben; von dort ging es per Kutsche weiter nach Branitz, das die höfische Gesellschaft gegen Mittag erreichte. Nach einer kurzen Erholungspause erwartete der Hausherr seine Gäste im Empfangszimmer und gemeinsam begab man sich ins festlich geschmückte Speisezimmer. Der Fürst hatte größte Sorgfalt auf die Auswahl und Zubereitung der Speisen gelegt, wusste er doch, dass die Königin – genauso wie er selbst – größten Wert auf Tafelkultur, Tafelkunst und Tafelgenuss legte. Die Menüfolge des denkwürdigen Diners an jenem 25. Juli 1864 ist überliefert: Nach zwei verschiedenen Suppen wurde zunächst ein spektakulärer Fischgang (“Karpfen `la Chambord“) serviert, der von Trüffeln, Champignons, Krebsen und anderen Köstlichkeiten begleitet wurde. Es folgten eine Gänseleberpastete mit Römischem Punsch, ein eigener Gang mit verschiedenen Gemüsen und schließlich als Höhepunkt die Desserts, bestehend aus kunstvoll angerichteten Gelees, Eis, frischen Früchten und anderen Köstlichkeiten. Den Abschluss des Diners bildete vermutlich ein feiner Mokka, der im Tafelbuch allerdings nicht eigens verzeichnet ist.

Zur großen Enttäuschung des Fürsten reiste der königliche Besuch noch am selben Tag wieder zurück nach Potsdam, so dass das eigens für die Königin bereits 1857 ausgestatte Schlafkabinett ungenutzt blieb. Wie sehr Augusta trotz des kurzen Aufenthalts die Tagesreise nach Branitz und besonders auch die Gastfreundschaft und das Diner genossen hat, geht aus einem Brief hervor, den die Königin einen Tag nach dem Branitz-Besuch an ihren Gatten, König Wilhelm, schrieb. Darin heißt es: „Wir hatten das beste Diner dessen ich mich seit langem erinnern kann beim Fürsten gleich nach der Ankunft.“

Die Branitzer Ausstellung präsentiert Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches. Zu besichtigen sind ferner die eigens für Augustas Aufenthalt zwischen 1856 und 1862 neu ausgestatteten drei Salons sowie die festliche Desserttafel im Speisesaal. Für dieses Erlebnis gibt es am 25. Juli 2017 ein ganz besonderes Angebot: Alle Besucherinnen und Besucher, die Augusta bzw. Hermann heißen, erhalten an diesem Tag freien Eintritt in das Schloss.

Kinder haben am selben Tag die Möglichkeit, wenn sie als Prinz oder Prinzessin verkleidet erscheinen, kostenfrei auf den Spuren der Königin Augusta durch das fürstliche Schloss Branitz zu wandeln und eigene Windfächer oder historische Spielzeuge zu basteln.

Parallel zur Ausstellung in Branitz zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg im Schloss und Park Babelsberg in Potsdam noch bis zum 15. Oktober 2017 die Ausstellung „Pückler. Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin“. Dort kann man den Tafelfreuden des Fürsten Pückler nachspüren, denen im Tanzsaal des Schlosses ein eigener Themenbereich gewidmet ist. Höhepunkt ist die in der Mitte des prächtigen Saals aufgestellte festlich gedeckte Tafel, die die höfische Kultur der Kulinarik in der Zeit des Fürsten Pückler anschaulich dokumentiert.

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