Illegale Jagd bedroht Zugvögel

(lifePR) ( Radolfzell am Bodensee, )

Am 12. Mai ist Weltzugvogeltag 
2018 als Jahr der Vögel ausgerufen 
EuroNatur kämpft für die Einhaltung der Gesetze zum Schutz der Zugvögel



Wenn am Samstag, den 12. Mai 2018 wieder der Weltzugvogeltag begangen wird, sollten auch die letzten Zugvögel in ihren Brutgebieten angekommen sein und mit der Balz begonnen haben. Doch etliche der gefiederten Weltenbummler werden die strapaziöse Reise nicht überlebt haben. Neben natürlichen Ursachen wie Erschöpfung oder Fressfeinden fallen jedes Jahr Millionen von Zugvögeln Wilderern zum Opfer.

Dies ist kein neues Phänomen; Vögel werden seit Jahrhunderten bejagt. Zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erkannten aufmerksame Beobachter, dass viele Zugvögelbestände in Folge der Jagd dramatisch gesunken waren. Auch die Politik wurde auf das Thema aufmerksam; 1918 wurde in den USA eines der bedeutendsten Gesetze zum Zugvogelschutz erlassen: der Migratory Bird Treaty Act. Das Abkommen, das zunächst zwischen den USA und Kanada beschlossen und später um weitere Staaten ergänzt wurde, verbietet, Zugvögel zu verfolgen oder zu fangen und zu verkaufen. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens dieses ersten wichtigen Zugvögelschutzgesetzes wurde 2018 zum Jahr der Vögel ausgerufen.

Auch die international tätige Naturschutzorganisation EuroNatur engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Zugvögel. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen in den Balkanstaaten kämpft EuroNatur für sichere Rastgebiete entlang des Adria-Zugwegs. Eine Angleichung der Gesetzeslage zum Schutz der Weitstreckenzieher an die Standards der Europäischen Vogelschutzrichtlinie ist dabei ein wichtiges Ziel. Das größere Problem ist aber die Durchsetzung der Erlasse. Immer wieder kommt es zu Verstößen gegen die Jagdvorschriften. „In der Theorie sind die Gesetze zum Schutz der Vögel in den EU-Mitgliedsstaaten Slowenien und Kroatien gut. Die anderen Balkanstaaten haben hier Nachbesserungsbedarf. Vor allem aber müssen die zuständigen Behörden die strafrechtliche Verfolgung verbessern, indem sie kooperativ mit Rangern und Naturschützern im Gebiet zusammenarbeiten und nach erfolgten Festnahmen deutliche Strafen aussprechen“, fordert EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.
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