Mittwoch, 15. August 2018


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Vortrag über Martin Niemöller in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Oranienburg, (lifePR) - Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung über Protestanten im KZ Sachsenhausen hält der Historiker Prof. Dr. Benjamin Ziemann am Dienstag, 10. April 2018, um 18.30 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen einen Vortrag zum Thema „Martin Niemöller im KZ Sachsenhausen 1938-1941: Isolation und Konversion“. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Martin Niemöller, führender Repräsentant der NS-kritischen „Bekennenden Kirche“, befand sich von März 1938 bis Juli 1941 im Zellenbau des KZ Sachsenhausen in Einzelhaft. Der Vortrag beleuchtet Folgen der Isolation: die veränderte Rollenverteilung in der Beziehung zu Niemöllers Frau Else ebenso wie die Gründe für die Entscheidung Niemöllers, sich nach dem deutschen Überfall auf Polen freiwillig zur Wehrmacht zu melden. Eine andere Folge der Isolation war Niemöllers Reflexion auf Fehlentwicklungen in der Geschichte der evangelischen Kirchen seit der Reformation, die ihn bis an den Rand der Konversion zum Katholizismus führten.

Benjamin Ziemann studierte Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und war Promotionsstudent an der Universität Bielefeld. 2004 habilitierte er sich mit der Arbeit „Katholische Kirche und Sozialwissenschaften 1945–1975“ an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2005 lehrt er an der University of Sheffield, seit 2011 als Professor für Neuere Deutsche Geschichte.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Berliner Historikerin Martina Voigt, die derzeit die neue Dauerausstellung im Martin Niemöller-Haus in Berlin-Dahlem kuratiert.

Dienstag, 10. April 2018, 18.30 Uhr
Martin Niemöller im KZ Sachsenhausen 1938-1941: Isolation und Konversion
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Benjamin Ziemann, University of Sheffield
Moderation: Martina Voigt, Historikerin
Ort: Besucherinformationszentrum

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

Die Ausstellung „‘Religion: Evangelisch‘. Protestanten im KZ Sachsenhausen 1936-1945“ ist noch bis zum 27. Mai 2018 in der ehemaligen Häftlingswäscherei zu sehen (tägl. 8.30 bis 18.00 Uhr).

Eine Ausstellung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Die Ausstellung wurde mit finanzieller Unterstützung von Andere Zeiten e.V. realisiert.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Information:  www.stiftung-bg.de

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