Die 14. Europäische Sommer-Universität Ravensbrück thematisiert die Sammlungen von Objekten aus den Konzentrationslagern in Gedenkstätten und Museen

(lifePR) ( Oranienburg, )
Vom 1. bis 6. September 2019 findet in der Gedenkstätte Ravensbrück die 14. Europäische Sommer-Universität statt. Etwa 100 Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus anderen Gedenkstätten sowie interessierte Personen aus West- und Osteuropa, den USA und Israel werden sich in Vorträgen und Workshops mit den Sammlungen von Objekten aus den Konzentrationslagern beschäftigen.

Die Bedeutung materieller Zeugnisse für die Geschichtsschreibung der NS-Konzentrationslager und ihre zukünftige Bedeutung in der historisch-politischen Bildungsarbeit rücken mehr und mehr in den Fokus. Im Rahmen der Europäischen Sommer-Universität werden die materiellen Zeugnisse in KZ-Gedenkstätten und in Museen aus kulturwissenschaftlichen, materialgeschichtlichen und konservatorischen Forschungsperspektiven in den Blick genommen.

Dabei wird es in verschiedenen Vorträgen erstmals um die Entstehung, Entwicklung und Funktion der Sammlungen in den Gedenkstätten im internationalen Vergleich gehen. In einem zweiten Schritt werden insbesondere die von Häftlingen zum Beispiel in den „Kunstgewerbekommandos“ gefertigten Artefakte nach ihren materiellen, sozialen und geschlechterhistorischen Aspekten befragt. Den dritten Schwerpunkt bilden Fragen der Konservierung und Restaurierung.

Eröffnet wird die Europäische Sommer-Universität Ravensbrück am 1. September 2019 mit einen Vortrag von Dr. Christian Groh (Archivleiter Arolsen Archives) über das weltweit größte Archiv zu den Verfolgten des NS-Regimes in Bad Arolsen. Auf dem weiteren Programm stehen u.a. eine „Forschungsbörse“, bei der sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen ihre Projekte vorstellen werden, sowie ein abendliches Podiumsgespräch mit Arthur Langerman, einem Brüsseler Sammler mit dem weltweit größten Bestand visueller antisemitischer Artefakte. Am 5. September findet abends eine Podiumsdiskussion zum Thema der archäologischen Fundstücke in KZ-Gedenkstätten mit Ronald Hirte (Gedenkstätte Buchenwald), Gilly Carr (Universität Cambridge) und Sylwia Foks (Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau) statt.

Die Sommer-Universität wird von der Gedenkstätte Ravensbrück gemeinsam mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie weiteren Partnern veranstaltet. Das von der Volkswagen-Stiftung geförderte Forschungsprojekt „Material – Beziehung – Geschlecht. Artefakte aus den KZ Ravensbrück und Sachsenhausen“ der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist ebenfalls an der Gestaltung der Sommer-Universität beteiligt.

Die Sommer-Universität findet in deutscher und englischer Sprache mit simultaner Übersetzung statt.

Informationen und Anmeldung unter sommer-uni@ravensbrueck.de sowie telefonisch unter 033093-608 175.

Das vollständige Programm der Sommer-Universität finden Sie hier: https://www.ravensbrueck-sbg.de/fileadmin/user_upload/Gedenkstaetten/Ravensbrueck/Veranstaltungen/2019/Programm_Sommer-Uni_2019.pdf
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