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Pressemitteilung BoxID: 729915 (Stiftung Bildung)
  • Stiftung Bildung
  • Am Festungsgraben 1
  • 10117 Berlin
  • http://www.stiftungbildung.com

Förderpreis: Bildung frei von Geschlechter-Klischees

(lifePR) (Berlin, ) Aus der ganzen Republik sind die Nominierten angereist. Sie kommen zur Verleihung des Förderpreises „Verein(t) für gute Kita und Schule“ 2018 der spendenfinanzierten Stiftung Bildung. Drei Kita- und Schulfördervereine werden an diesen Abend ausgezeichnet. Ihre Belohnung: jeweils 5.000 Euro für ihr Engagement in Sachen „Bildung frei von Geschlechterklischees“ .

Von Jennifer Reker. Die Spannung ist förmlich spürbar. Kinder und Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher von 17 nominierten Kita- und Schulfördervereinen rutschen ungeduldig auf ihren Stühlen hin und her. Das Moderator*innen Jennie Sieglar und Tim Schreder gehen ein letztes Mal ihre Notizen durch. Prof.in Dr.in Gesine Schwan, Schirmherrin der Stiftung Bildung, hat bereits Platz genommen. Jetzt betritt auch Bundesfamilienministerin Dr.in Franziska Giffey leise den Raum.

Gummistiefel und Wollsocken

Es geht los. Katja Hintze, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bildung, und Miguel Diaz, Projektleiter der Initiative Klischeefrei, eröffnen den preisträchtigen Abend an dem Tag, an dem sich das Frauenwahlrecht zum 100. Mal jährt! Als kleiner Gruß an die Ministerin: Gummistiefel und Wollsocken – warum? Weil scheinbar alles älter ist, als das Frauenwahlrecht. Wollsocken trugen schon die Römer, sagt Hintze und fragt in das Publikum, wie es sich wohl mit den Gummistiefeln verhält: „Was meint ihr, sind die jünger oder älter als das Frauenwahlrecht?“ Das Publikum zeigt sich unentschlossen. Die Auflösung verrät Katja Hintze: „Defintiv älter. Es gibt sie seit 1840“.

„Eine bunte Welt der Vielfalt“

Franziska Giffey begrüßt die vielen Anwesenden: „Ich freue mich über so viel Engagement in Kita und Schule für eine Bildung frei von Geschlechterklischees. Kita- und Schulfördervereine, die so eine tolle Arbeit leisten, verdienen unsere Anerkennung. Sie kümmern sich um die Zukunft unserer Kinder, indem sie jenseits althergebrachter Rollenbilder eine bunte Welt der Vielfalt öffnen.“

Familienministerin Giffey freut sich sichtlich

Und dann überbringt Ministerin Giffey eine der drei wichtigsten Nachrichten des Abends: „Ich freue mich besonders, heute einen Preis an den Förderverein überreichen zu können, der Vielfalt und Bunt-Sein schon im Projektnamen trägt.“ Der Preis geht an die Kita Heidemühler Rasselbande aus Berlin seinem „Jahr des Regenbogens“. Jubel und Freude auf den Seiten der Kita. Anett Rabe, Leiterin der Elterninitiative ist gemeinsam mit Eltern und Kindern aus der Einrichtung angereist, um den Preis in Empfang zu nehmen. Und, Familienministerin Giffey freut sich sichtlich, diesen überreichen zu können – sie strahlt genauso wie die Preisträger*innen.

„Das alleine verdient schon mal einen Applaus“

Gesine Schwan, Schirmherrin der Stiftung Bildung, prämiert die nächste Preisträgerin: Die AG Feminismus – Aufklärung – Gender – Diversity. Dahinter steht die Schüler*innen-AG des Berliner Schulfördervereins Freundeskreis Werner-von-Siemens-Gymnasium e.V.. „Ihr tragt mit eurer AG dazu bei, dass gleichstellungspolitische Themen im Schulalltag verankert werden. Das heißt, ohne euch wären sie nicht da – ihr betreibt Agenda-Setting und das auf eigene Rechnung. Denn die Projektkosten wurden bislang von euch getragen“, sagt Gesine Schwan. „Ich glaube, das alleine verdient schon mal einen Applaus!“

Extra aus Schottland angereist

Mia Hanebeck, die die AG maßgeblich vorangetrieben hat, ist extra aus Schottland angereist. Dort verbringt sie ein Freiwilliges Soziales Jahr. „Ich fand die Nominierung und das heutige Programm so spannend – da wollte ich unbedingt dabei sein“, sagt sie. Dass die AG des Werner-von-Siemens-Gymnasiums dann noch einen 5.000-Euro-Preis mit nach Hause nimmt, hätte sie nicht gedacht: „Wir freuen uns riesig!“ „Und ich darf die gute Nachricht morgen meiner Schulleitung überbringen“, sagt Mitstreiter Gian Widget.

Sehr willkommenes Preisgeld

Kerstin Broßat, Leiterin Inclusion & Diversity bei Accenture, einem der finanziellen Unterstützer*innen, übereicht den dritten Preis an den Förderverein FreiRäume e. V. mit seinem Kinderladen Wilde Mö(h)re. „Das Besondere an der Wilden Möhre ist, dass sie von den Mitgliedern des Kita-Fördervereins selbst gegründet wurde, um einen Ort zu schaffen, an dem sich Kinder frei entfalten können. Hier wird unser heutiges Thema Bildung frei von Geschlechterklischees nicht am Rande behandelt, sondern ganz gezielt in den Alltag des Kinderladens integriert. Herzlichen Glückwunsch!“ „Das hätte ich nicht gedacht!“, sagt Sam Tsemeu Mbomtcheping. Die junge Elterninitiative, die sich erst vor zwei Jahren gegründet hat, kann das Preisgeld gut gebrauchen.

„Ich hab‘ die Schnauze voll von Rosa!“

Überraschungsgast Suli Puschban, die Rebellin unter den Liedermacher*innen, kommt auf die Bühne: „Und jetzt auf die Stühle bitte“, fordert sie die Kinder in den ersten Reihen auf und stimmt ihr Lied über die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks an. Diesem Ohrwurm kann sich niemand entziehen, alle singen mit: „Wir sitzen im Bus der Leben heißt – komm setz dich doch dazu – hier ist Platz für dich – hier ist Platz für mich – Rosa Parks bist du – Rosa Parks bist du.“

Liesbeth geht auf die Bühne

Für das nächste Lied kommt Liesbeth von der Kita Heidemühler Rasselbande auf die Bühne: „Ich hab‘ die Schnauze voll von Rosa!“ singt sie mit Suli. Lisbeth ist Fan und kann den Text längst auswendig. In der Bewerbung hatte die Kita geschrieben, sollte sie gewinnen, würde sie die Preisgelder unter anderem in einen Auftritt von Suli Puschban investieren. Von ihrem Auftritt haben an diesem Abend alle etwas. Die sympathische Österreicherin mit der Berliner Schnauze überzeugt: Auch Gesine Schwan und Ministerin Giffey singen mit.

Ein Talk und dann Tschüüüs

Im Anschluss kommen YouTuber Tarik Tesfu, Dr. Katharina Greszczuk vom Familienminsiteriun, Miguel Diaz von der Initiative Klischeefrei, Rainald Manthe für die Deutsche Jugendpresse und Gesine Schwan auf die Bühne. Sie stellen sich den Fragen, die während des Tages in den Workshops entstanden sind. Lebhaft führen die Moderator*innen Jennie Sieglar und Tim Schreder durch die Talkrunde.

„Der Tag war perfekt“

Ein wunderbar und herrlich abwechslungsreicher Abend geht zu Ende. „Der Tag war perfekt“, resümiert Ida von der Grundschule Vahrendorf. Sie fährt heute mit ganz vielen Eindrücken, einer Nominierungsurkunde und vollbepackten Jutebeuteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Gepäck zurück nach Hause.

Mehr zum Förderpreis, den Preisträger*innen und allen Nominierten erfahren Sie hier.

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