Der Grundstein für den Umbau des Hauptbahnhofs

Planfeststellung nach nur 16monatigem Verfahren übergeben

(lifePR) ( Augsburg, )
Für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs zum modernen und leistungsfähigen Drehkreuz, das den Schienenregional und -fernverkehr optimal mit der Straßenbahn verknüpft, hat die Regierung von Schwaben den Planfeststellungsbeschluss heute (Dienstag) an die Stadtwerke Augsburg und ihre Partner, Stadt Augsburg, DB Netz und DB Station und Service übergeben. "Dies ist ein guter Tag für den Standort Augsburg und die Bürger in der Stadt und der gesamten Region"; sagt Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. "Damit ist der Grundstein für den Umbau des Hauptbahnhofs gelegt", erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, Norbert Walter.

Durch eine neue Straßenbahnhaltestelle direkt unter den Bahnsteigen der Deutschen Bahn wird eine optimale Verknüpfung des städtischen ÖPNV mit dem überörtlichen Schienenverkehr geschaffen. "Das setzt die Mobilität in Augsburg und in der Region auf völlig neue Gleise", so Walter. "Wir bauen hier für den öffentlichen Verkehr der Zukunft, für die nächsten Generationen." Der Ausbau des Regio-Schienentaktes durch die Bahn und die neue Situation am Hauptbahnhof mit kurzem, bequemem und barrierefreiem Umsteigen werde das Mobilitätsverhalten in Stadt und Region nachhaltig verändern.

"Nach der Eröffnung der viergleisigen Bahnstrecke zwischen Augsburg und München vor wenigen Tagen ist der Planfeststellungsbeschluss eine weitere Frohbotschaft für Augsburg", sagt OB Dr. Gribl. "Jetzt sind die Weichen gestellt, daran haben wir lange gearbeitet", so der OB. Mit der hervorragenden überregionalen Schienenanbindung an der Ost-West-Magistrale und einer künftig optimalen Verknüpfung von Regional- und Nahverkehr sei die Wirtschaftsregion beim öffentlichen Personenverkehr exzellent aufgestellt. "Zusätzlich gestalten wir mit dem Umbau des Königsplatzes, der Fußgängerzone und der Maximilianstraße im Rahmen von projekt augsburg city die Innenstadt zu einem attraktiven Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität", so OB Dr. Gribl. "Was in Augsburg städtebaulich passiert, sucht seinesgleichen."

Axel Boss, Leiter Produktionsdurchführung Augsburg der DB Netz AG: "Die Deutsche Bahn investiert in die Nah- und Fernverkehrsverbindungen im Augsburger und Allgäuer Raum. Wichtige Projekte konnten vor wenigen Tagen an den Verkehr übergeben werden. Nun ist der erste Schritt bei einem weiteren großen Projekt vollbracht, wenngleich noch große Anstrengungen vor uns liegen. Dazu gehören auch die noch zu vereinbarenden finanziellen Regelungen zwischen Stadt und Bahn. Wir blicken also gleichzeitig auf mehrere wichtige Vorhaben, denn auch von einer Elektrifizierung München-Lindau wird die gesamte Region Vorteile haben."

Mit dem rund 100 Millionen Euro teuren Umbau wird die Straßenbahn in einem Tunnel unter die Bahnsteige des Hauptbahnhofs geführt. Die Straßenbahnhaltestelle im zweiten Untergeschoß ist barrierefrei mit Aufzügen, Rolltreppen und Treppen mit der darüber liegenden sogenannten "Verteilerebene" und weiter mit den Bahnsteigen verbunden. Baubeginn ist im Sommer 2012 im Osten, auf der Seite des Bahnhofsvorplatzes; im Bereich der Halder- und Viktoriastraße wird zunächst die Tunnelrampe erstellt. Nach Fertigstellung der Detailpläne soll mit dem Straßenbahn-Tunnel unter den Bahngleisen ab 2014 begonnen werden. Das Projektende ist für spätestens 2019 geplant.

Drei Straßenbahnlinien werden künftig die Haltestelle unter dem Bahnhof anfahren. Gleichzeitig wird durch einen, unter dem Bahngelände durchgehenden Fußgängertunnel parallel zu den Straßenbahngleisen, Augsburgs Westen mit der Innenstadt verbunden. Und im Zuge des Umbaus wird auch der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet.

Der Umbau des Hauptbahnhofs ist der bedeutendste Baustein des Gesamtprojekts Mobilitätsdrescheibe mit fünf Teilprojekten. Vor einem Jahr wurde bereits die neue Straßenbahnlinie 6 in Betrieb genommen, mit dem Umbau des innerstädtischen Nahverkehrsknotenpunktes Königsplatz wurde in diesem Jahr begonnen. Geplant sind weiterhin eine neue Straßenbahnlinie 5 und die Verlängerung der Linie 1. Insgesamt umfasst die Mobilitätsdrehscheibe eine Investitionssumme von rund 250 Millionen Euro. Bund und Land fördern das Projekt aus dem GVFG mit dem Höchstsatz von 83 Prozent.

Die öffentliche Auslegung des Beschlusses ist, bedingt durch die Feiertage, ab 10. Januar. Ort und genaue Zeiten werden über die Medien bekannt gegeben.
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