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Pressemitteilung BoxID: 344779 (Stadtverwaltung Offenbach)
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Preisgekröntes Mausoleum in Offenbach

ESO Friedhofsverwaltung lädt ein zum Tag des offenen Denkmals

(lifePR) (Offenbach, ) Der Alte Friedhof in Offenbach zählt zu den kulturellen Schatzgruben Hessens. Mit seinen teils über 100 Jahre alten Bäumen und Grabstätten, die teilweise knapp 180 Jahre alt sind, spiegelt er Kultur und Natur verschiedenster Generationen wieder. Viele der historischen Schmuckstücke stehen unter Denkmalschutz. Die 85.513 m² große Friedhofsanlage mit Parkcharakter bietet den Offenbachern nicht zuletzt wegen der reichhaltigen Pflanzenwelt ausreichend Gelegenheit zum Innehalten aber auch zur Erholung. Für die frühere Kulturepoche Offenbachs sind die alten Grabmale und Gruften ein aufschlussreiches Zeugnis, für Besucher eine Reise durch alte Tage.

Eine der berühmtesten Grabstätten auf dem Alten Friedhof ist das Krumm-Mausoleum, in welchem Heinrich Krumm im Jahr 1912 beigesetzt wurde. Mit ihrer gewölbten Kuppel und verschiedenen Verzierungen macht die alte Grabstätte schon von weitem auf sich aufmerksam. Im Laufe der Jahre drohten Grundwasser und Witterung dem Krumm Mausoleum den Glanz alter Tage zu nehmen. Aus diesem Grund entstand im Jahre 2007 die Idee seitens der ESO Friedhofsverwaltung, Helfer und Mittel für eine Renovierung zu finden. Neben Vertretern der Stadt und verschiedener Fachfirmen wurde auch das hessische Landesamt für Denkmalpflege auf das Projekt aufmerksam, womit der Startschuss für die Sanierungsarbeiten fiel. Nach knapp fünf Jahren ist die Sanierung des Mausoleums nun vollständig abgeschlossen und wurde im August 2012 mit dem hessischen Preis für Denkmalschutz gewürdigt (siehe beigefügtes Foto).

Zum einhundertjährigen Bestehen bietet sich nun auch für interessierte Besucher die Möglichkeit, sich ein Bild der alten Grabstätte zu machen. Am 09. September laden ESO Friedhofsverwaltung und der ehemalige Stadtarchivar Hans-Georg Ruppel zu einer Führung über den Alten Friedhof ein. Los geht es um 14:30 Uhr am Haupteingang des Alten Friedhofs in der Friedhofsstraße 21. Neben vielen interessanten Informationen über Berühmtheiten und Offenbacher Größen wird auch die Pflanzenwelt beschrieben. Die Führung endet am Krumm-Mausoleum, welches zu diesem Anlass seine Tore öffnet. Aufwendige Mosaikverzierungen, Statuen aus Muschelkalk und ein kunstvoll nachgestellter Sternenhimmel zeugen von einer großen Liebe aus vergangener Zeit und bieten noch heute einen faszinierenden Anblick. Wer sich also ein Bild von Offenbachs Geschichte machen will ist herzlich eingeladen, an der Führung und einer Besichtigung des alten Mausoleums teilzunehmen.

Infokasten Alter Friedhof:

Der Alte Friedhof an der Friedhofstraße wurde im Jahr 1832 angelegt. Die erste Beisetzung fand noch im selben Jahr am 16.12. statt. Er war Offenbachs dritte Begräbnisstätte und wurde als Ersatz für den ehemaligen Stadtfriedhof am heutigen Wilhelmsplatz angelegt.

Hier findet der interessierte Friedhofsbesucher u. a. kunsthistorische Grabmale alter Offenbacher Familien. Auch der erste Staatspräsident des Landes Hessen Carl Ulrich (*28.01.1853 +12.04.1933) liegt hier begraben.

1899 wurde auf dem Alten Friedhof in Offenbach das fünfte deutschlandweite Krematorium in Betrieb genommen. Das Krematorium ist heute nicht mehr erhalten, die Türen der Öfen wurden an der Friedhofsmauer zur Mühlheimer Straße angebracht.
Wegen der alten Platanenallee und den unvergleichlichen, historisch wertvollen Grabanlagen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wurde der Alte Friedhof in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz gestellt.

Die 85.513 m² große Friedhofsanlage mit Parkcharakter bietet den Offenbachern nicht zuletzt wegen seines reichhaltigen Pflanzenbestandes ausreichend Gelegenheit zum Innehalten aber auch zur Erholung. Für die frühere Kulturepoche Offenbachs sind die alten Grabmale und Gruften ein beredtes Zeugnis.
Auch wurde der Alte Friedhof wegen seinem Ambiente schon des Öfteren als Kulisse für verschiedene Dreharbeiten genutzt.

Infokasten Krumm Mausoleum:

Heinrich Krumm war der zweitgeborene Sohn (1854 – 1912) von Goldpfeilfirmengründer Ludwig Krumm. Als Heinrich Krumm im Alter von 58 Jahren verstarb, wurde Architekt Hugo Eberhardt von der Witwe Marie Krumm (1869 – 1921) mit dem Bau eines Mausoleums beauftragt. „Dein Leben war Liebe – Deine Liebe war mein Glück“. Diese Zeilen stehen für die große Liebe zu ihrem verstorbenen Mann und lassen vermuten, wie groß ihr Schmerz über den Verlust ihrer Liebe war.
Das Paar hatte keine Nachkommen, dennoch ließ Marie Krumm für damals horrendes Geld ein wunderschönes Grabmal bauen, das heute aus kunsthistorischer Sicht von großer Bedeutung ist.