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Pressemitteilung BoxID: 415778 (Stadtverwaltung Offenbach)
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Offenbach investiert in Bildung: Sanierung und Erweiterung Waldschule Tempelsee abgeschlossen

Schuldezernent Dr. Felix Schwenke weiht neuen Bauabschnitt ein

(lifePR) (Offenbach, ) Es ist geschafft. Am Samstag, 8. Juni, hat der Offenbacher Stadtrat Dr. Felix Schwenke die sanierte und erweiterte Waldschule Tempelsee eingeweiht. 9,5 Millionen Euro hat Offenbach hier investiert: "Gut angelegtes Geld", so der Schuldezernent Dr. Schwenke. "Offenbach ist eine junge Stadt. Viele unserer Schulen platzen aus allen Nähten. Mein Dank gilt an der Waldschule besonders den Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern, die immer wieder mit neuen Initiativen und Projekten die pädagogische Arbeit begleiten. Wir müssen unseren Kindern optimale Lern- und Arbeitsmöglichkeiten bieten. Das die Politik davon nicht nur in Sonntagsreden spricht, sondern es konkret auch macht, wird jetzt auch an der Waldschule sichtbar."

Drei Eigenschaften zeichnen die Waldschule Tempelsee aus: das Ziel im Leitbild, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken; das besondere Engagement von Lehrerschaft, Schüler und Eltern, mehrfach preisgekrönt, und ein Gebäude mit einer filigranen und plastischen Fassadenstruktur, die einen engen Bezug zwischen dem umgebenden Wald und den Innenräumen schafft.

Das Schulhaus, im Jahre 1950 nach einem Entwurf des ehemaligen Offenbacher Stadtbaurats Adolf Bayer errichtet, und in den Jahren 1962 und 1973 erweitert, ist den heutigen pädagogischen Anforderungen nicht mehr gewachsen. 281 Jungen und Mädchen besuchen heute die Einrichtung, ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. Der Migrationsanteil bei den Kindern liegt bei 54 Prozent. Sie kommen aus dreißig Nationen. Dreizehn Klassen werden von 16 Lehrkräften unterrichtet. Es fehlten Räume für den ganztägigen Unterricht, für die Förderung von Leistung und das Gebäude ist eine Energieschleuder. Gleichzeitig waren brandschutztechnische Maßnahmen und eine statische Ertüchtigung notwendig. Die Treppenhäuser mussten nach innen verlegt werden. Ebenso bedurfte die Dachkonstruktion einer Erneuerung.

Drei Jahre dauerten die Arbeiten auf dem 8.254 Quadratmeter großen Grundstück. In drei Bauabschnitte wurde saniert und erweitert, bei laufendem Betrieb. Die Bruttogrundfläche für den Neubau liegt bei 1.416 Quadratmetern. Der Bruttorauminhalt bei 17.800 Kubikmetern.

Die Waldschule leistet Präventionsarbeit im und für den Stadtteil. Diese Vorsorge und ihre moderne Pädagogik braucht dringend Platz für Binnendifferenzierung, Kleingruppen- und Einzelarbeit. Zwölf Räume für die Gruppenarbeit, die Unterrichtsvorbereitung und die Hausaufgabenbetreuung entstanden neu. Ein Betreuungsverein an der Schule organisiert für den Ganztagsunterricht der Jungen und Mädchen täglich bis 15 Uhr Angebote. Für die dritten und vierten Klassen gibt es Arbeitsgemeinschaften bis 16 Uhr. Themen sind beispielsweise Computer, Natur, Werken, Handarbeiten, Kalligraphie, Tischtennis, Fußball, Töpfern und Kunst.

In einem zusätzlichen Begegnungs- und Freizeitraum haben die Kinder die Möglichkeit, sich in den Pausen vor dem Nachmittag-Unterricht zu entspannen. In der Cafeteria mit Küche und Speiseraum können bis zu 180 Essen zubereitet werden. Schließlich biete die Schule bereits seit dem Schuljahr 2005 / 2006 eine pädagogische Mittagsbetreuung an. Auch eine behindertengerechte Erschließung ist jetzt realisiert. Gesundheitsförderung ist ein wichtiges Ziel an der Schule. In den letzten Jahren sind Schüler, Lehrer und Eltern immer wieder für ihr Engagement gerade ausgezeichnet worden. Zertifikate gibt es für die Angebote für Bewegung, Verkehrserziehung, Umwelt, Ernährung sowie Sucht- und Gewaltprävention.

Am 22. März 2007 hat die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung die Instantsetzung und notwendigen Erweiterungen aller Offenbacher Schulen beschlossen. Dr. Felix Schwenke: "Ein Programm für Bildung, Leistung und Chancengleichheit. Aktuell laufen die Planungen für die so genannte zweite Tranche. Sobald die Planungen fertig sind, werden sie den Schulleitungen und den Stadtverordneten vorgestellt. Auf jeden Fall hält der Magistrat am Ziel fest, alle Offenbacher Schulen zu sanieren".

Am ersten Juli 2010 hat die Stadtverordnetenversammlung mit einer Projektvorlage den Weg für bessere Lernbedingungen an der Waldschule Tempelsee freigemacht. Das Vorhaben war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement eine besondere Herausforderung. Bei der Sanierung galt es besonders den denkmalwürdigen Charakter des Gebäudes mit der typisch luftig-leichten Nachkriegsarchitektur des einstigen Stadtbaurates Adolf Bayer zu erhalten. Die filigrane Fassadenstruktur mit ihren feinen Stahlfensterprofilen und außenliegenden, oft schadhaften Stahlbetonelementen machten eine energetische Sanierung nicht einfach. Trotz Dämmung und Mehrfachverglasung sollte der bauliche Charakter gewahrt bleiben.

Dr. Schwenke abschließend: "Die Waldschule Tempelsee bleibt ein Schmuckkästchen in der Offenbacher Bildungslandschaft, dank des Engagements der Schulgemeinde aber auch dank des Amtes für Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement, dem es mit seiner Planung überzeugend gelungen ist, den besonderen baulichen Charakter des Gebäudes zu erhalten. Es ist in Absprache mit der Schulgemeinde gelungen, gegensätzlich scheinende Anforderungen an Denkmalwürdigkeit und Waldkulisse, Brandschutz und Energiestandards optimal mit den modernen pädagogischen Ansätzen an der Schule zu verbinden".