Mittwoch, 22. November 2017


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Das STADTLICHH Magazin macht schluss

Hamburg, (lifePR) - Das STADTLICHH Magazin macht nach über sechs Jahren und 26 Ausgaben mit der aktuellen Ausgabe Schluss. Die aktuelle Ausgabe ist am 9. März erschienen und wird bis zum 31. Mai verbreitet. Am 6. Mai feiert das Magazin mit einer großen Party im Frappant Abschied. STADTLICHH wird als Marke und Ort für Ideen erhalten bleiben. Das STADTLICHH Magazin war für seine Macher Herzensangelegenheit und ständige Ausnahmesituation. Es war ein enthusiastisches Projekt mit idealistischen Zielen, das in vielerlei Hinsicht erfolgreich war. Die letzte Ausgabe setzt noch einmal ein Ausrufezeichen. Die drei Magazinmacher stehen gern für Interviews zur Verfügung (siehe unten).

Aktuelle Ausgabe
Auf dem Cover des 26. STADTLICHH Magazins prangt ein großes schwarzes Ausrufezeichen auf magentafarbenem Grund: Ein klares Statement für die letzte Ausgabe des Hamburger Indie-Magazins, STADTLICHH geht mit einem Knall und wehenden Fahnen.

Inhaltlich blickt STADTLICHH #26 über die Stadt hinaus: Das Schwerpunktthema in der Rubrik STADTPLAN ist politischer Aktivismus. Mit den G20-Protesten im Juli wird in Hamburg eine junge Protestgeneration ihren ersten großen Auftritt haben, von der die 68er bislang glaubten, sie seien politisch „schlaff“; Auch im Internet entstehen schlagkräftige Bewegungen gegen Hass und Rechtspopulismus. Für die Rubrik TELLERRAND sprach STADTLICHH mit einem Deutschtürken, der lange in der Türkei gelebt und gearbeitet hat und nun vor Repression und Verfolgung nach Hamburg geflohen
ist.

In der Rubrik KULISSE berichtet STADTLICHH #26 ausführlich über die Kunst des Programmkinomachens. Für den Kinoartikel wurden acht Interviews mit Programmund Offkino-Betreibern geführt sowohl eine aufwändige Fotoserie an deren Arbeitsplätzen
geschaffen. Der Artikel zeigt, dass die Programmkinos Orte sind, deren Funktion weit über das Abspielen von Filmen hinausgeht und dass die Kinomacher sehr individuelle Erfolgskonzepte für ihr Kino entwickelt haben. In weiteren Artikeln besucht eine Schriftstellerin auf der Suche nach dem vergangenen Ruhm des Universum-Boxstalls ihre alte Heimat Wandsbek und es wird auf Hamburgs Nachwuchsjournalismus geschaut, dort, wo alles anfängt: bei den Schülerzeitungen.

Über das STADTLICHH Magazin
Das gedruckte Magazin STADTLICHH wurde 2010 von Valerie Schäfers, Martin Petersen,Ulrike Gerwin und Anne Buß (bis 2013) gegründet und gemeinsam geführt. Es erschien quartalsweise im Eigenverlag und wurde mit einer Auflage von zunächst 10.000, später
20.000 Stück kostenlos in Hamburg verbreitet sowie an bis zu 300 Abonnenten verschickt.

Das STADTLICHH Magazin ging einige Dinge anders an, als die schon existierenden Medien der Stadt. Zunächst war es mit seinem beinahe Din A3 messenden Format ziemlich groß und auffällig. Inhaltlich richtete sich STADTLICHH so aus, dass es eine Lücke in der Medienlandschaft schloss. Ausführliche Hintergrundberichte zu den Themen der Stadt, keine Angst vor dem vermeintlich trockenen Thema Stadtentwicklung, Berichte über kleine, feine Kultur ohne den Einfluss von PR und Promotion – das verkörperte STADTLICHH. Darüber hinaus ging man einen neuen kooperativen Weg in der Gestaltung der Artikel. Art-Direktion und Chefredaktion konzipierten die Umsetzung der Themen gemeinsam, Fotografen und Illustratoren wurden früh mit ins Boot geholt, um gemeinsam mit den Autoren einen Artikel zu entwickeln. Im Ergebnis war STADTLICHH oft ein Magazin, das durch besonderes Design und ungewöhnliche journalistische Formen einen neuen Blick auf die Themen der Stadt ermöglichte. Mit seiner kostenlosen Auslage an 300 öffentlichen Orten in vielen Stadtteilen wurde erfolgreich eine breite Leserschaft erreicht, die das Magazin – das wird gerade nach der Verkündung der letzten Ausgabe deutlich – zum Teil sehr ins Herz geschlossen hat.

Gründe für die Einstellung des Magazins
Die Gründe, das Magazin nicht weiter herauszugeben, sind vielfältig. Entscheidend waren drei Punkte:

— Da es dem Konzept des Magazins widerspricht, sich wesentlich kommerzieller auszurichten
oder die redaktionelle Unabhängigkeit aufzugeben, sehen die Herausgeber mit dem Status quo ein Ende erreicht. Die erwirtschafteten Überschüsse sind zu gering, um zu investieren und die Personalsituation lässt es nicht zu, zusätzlich zum Tagesgeschäft neue Wege zu gehen. In der Folge findet eine Weiterentwicklung des Magazins schon seit einigen Jahren nicht mehr statt.

— Es war zwar nie erklärtes Ziel, STADTLICHH zum Arbeitgeber zu machen, jedoch wird das Magazin seit Anbeginn von allen Beteiligten unbezahlt neben der Erwerbstätigkeit gemacht und den Herausgebern sind die Grenzen eines ehrenamtlichen Projekts mehr und mehr deutlich geworden.

— Heute wird in Hamburg deutlich mehr über Stadtentwicklung und Hintergründe berichtet
als noch 2010, eine Entwicklung, die STADTLICHH ausdrücklich begrüßt. Doch damit fällt eines von mehreren Alleinstellungsmerkmalen des STADTLICHH Magazins weg. Das lokale Themenfeld hat für die STADTLICHH-Macher nach sechs Jahren ein Stück weit seinen Reiz verloren – auch weil sie heute überregionale gesellschaftliche
und politische Themen als dringender empfinden.

Keiner dieser drei Gründe wäre für sich genommen genügend, um das Magazin einzustellen. Auch die fehlende Rentabilität des Magazins ist nicht allein ursächlich. Eine solche Darstellung würde der Sache nicht gerecht, denn wäre Wirtschaftlichkeit eine Bedingung gewesen, wäre STADTLICHH nie entstanden. Vielmehr ging dem Entschluss zum Aufhören ein mehrjähriger Reifeprozess voraus und die Entscheidung, das Magazin
nun zu beenden schafft auch Raum für zukünftige Entwicklungen.

Die Zukunft
Das STADTLICHH Magazin wird in seiner jetzigen Form nicht weiter erscheinen und die drei Macher Valerie Schäfers, Martin Petersen und Ulrike Gerwin gönnen sich eine Pause. Ob und wie es danach weitergeht, ist noch nicht spruchreif. Sicher ist aber, dass STADTLICHH als Marke und Ort für Ideen weiter bestehen bleibt; Die Internetpräsenz wird deshalb – nun auf stadtlichh.de – neu aufgebaut. Und sicher ist, dass noch einmal groß gefeiert wird.

Seit der ersten Ausgabe gehören Releasepartys zum Konzept des STADTLICHH Magazins. Am 6. Mai wird das Magazin nun mit einer rauschenden Party gebührend verabschiedet. Diese letzte Party steigt, wie schon die erste, im Altonaer Frappant. Sie beginnt um 22 Uhr. Mit dabei sind die Jugendsünden der STADTLICHH-Leser: Für die aktuelle Infografik im Magazin wurden die Leser nach ihren ersten Alkoholabstürzen gefragt („Jung und durstig“, Seiten 18-19). „Welches Getränk war Schuld?“, hieß es unter anderem. Selbstverständlich werden die vier Gewinnergetränke ins Bar-Sortiment der letzten STADTLICHH-Party aufgenommen. Prosit! Interviews und Kontakt
Die drei Herausgeber des STADTLICHH Magazins haben in den vergangen sechseinhalb Jahren eine Menge übers Magazinmachen gelernt. Sie blicken fröhlich in die Zukunft und stehen gern für Interviews und Rückfragen zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie Martin Petersen unter 0177-5436005 oder Valerie Schäfers unter 0175-1706943 oder schreiben Sie eine E-Mail an kontakt@stadtlichh-magazin.de. Auch bei sonstiger Berichterstattung freuen wir uns über eine kurze Nachricht.

 

 

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