Dienstag, 21. November 2017


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Vier junge Flüchtlinge beginnen in Dresden eine Ausbildung bei den Dresdner Verkehrsbetrieben AG (DVB) und der Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD)

Dresden, (lifePR) - Said Habib Hussani (20), Babrak Mehrabuddin (28) und Latif Pardes (27), drei Flüchtlinge aus Afghanistan, beginnen im August bei der SEDD eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik. Der ebenfalls aus Afghanistan stammende Sayeed Sarwar Eqbali (19) absolviert bei der DVB ein berufsvorbereitendes Jahr. Er soll vor allem seine Sprachfähigkeiten ausbauen und naturwissenschaftliche Kennnisse erwerben. Bei Erfolg schließt sich eine Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik an.

Dr. Kristin Klaudia Kaufmann (Dresdner Bürgermeisterin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen), Gunda Röstel (Geschäftsführerin der SEDD) und Lars Seiffert (Vorstand der DVB) begrüßten am Dienstag, dem 11. Juli 2017, die vier Jugendlichen auf der Kläranlage Dresden-Kaditz und überreichten ihnen Arbeitsmaterialien und eine Zuckertüte.

Frau Dr. Kaufmann sagte zum Ausbildungsstart: „Die Integration von jungen Flüchtlingen gelingt am besten, wenn wir ihnen schulische und berufliche Perspektiven eröffnen. Unser Dresdner VAbA-Programm versteht sich als Türöffner zu einem guten Berufsabschluss, einem sicheren Einkommen und zu sozialen Bindungen. Mit der Initiative der städtischen Unternehmen wollen wir auch anderen Betrieben – gerade in der freien Wirtschaft – Mut machen, Ausbildungsangebote für Neuzugewanderte zu schaffen.“

„Wir bieten jungen Flüchtlingen grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten wie jedem Einheimischen“, sagt Lars Seiffert (DVB). „Sayeed Sarwar Eqbali erfüllt alle Voraussetzungen. Jetzt freuen wir uns auf einen engagierten Kollegen, der bei uns nicht nur eine berufliche Perspektive bekommt, sondern die DVB auch kulturell bereichern wird.“

Die vier Jugendlichen gingen aus einem Projekt der kommunalen Unternehmen hervor, bei dem junge Flüchtlinge bei der Integration und Berufsvorbereitung unterstützt werden. Unter dem Eindruck der Flüchtlingsströme schlossen sich 2016 fünf städtische Unternehmen (DREWAG, DVB, Stadtreinigung, Stadtentwässerung und Cultus GmbH) mit zwei Beruflichen Schulzentren (BSZ für Technik und BSZ für Elektrotechnik) zusammen, um 70 Asylsuchende im Alter zwischen 17und 27 zu begleiten (aus zwei bestehenden Vorbereitungsklassen mit berufspraktischen Aspekten).

Der Aktionsplan – auf mindestens zwei Jahre angelegt (bis 2018) – beinhaltet unter anderem Unterrichtslektionen in den Beruflichen Schulzentren, Schnuppertage und Exkursionen in den jeweiligen Unternehmen aber auch mehrwöchige Praktika in den Sommer- und Herbstferien. Die Teilnahme der Asylbewerber an Werkstatt-  und Laborarbeiten „Grundlagen Metall- und Elektrotechnik“ beider Beruflichen Schulzentren am BSZ Technik ergänzten diese Aktivitäten schulseitig. Darüber hinaus wurden Leistungstests in den Fächern Mathematik und Deutsch durchgeführt, um so kognitive Voraussetzungen zu ermitteln. Durch die beteiligten Fachlehrer wurde eine Einschätzung der Leistungsbereitschaft der Asylbewerber unter berufsorientierenden Aspekt vorgenommen.

Gunda Röstel (SEDD) freut sich auf die drei neuen Kollegen: „Eigentlich rechneten wir erst nach zwei Jahren mit einem Start in die reguläre Ausbildung. Doch vor allem durch die Praktika lernten wir uns einander kennen und bekamen das Gefühl, dass wir es bereits in diesem Jahr wagen können. Die Drei haben alle Eignungstests bestanden. Doch vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern werden sie weiter büffeln müssen.“

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