Bürgermeister sieht Nachfrage für zweite Gesamtschule - Daran knüpfen sich Entscheidungen für die künftige Schullandschaft

(lifePR) ( Bergisch Gladbach, )
Diese Woche legte die Verwaltung die Ergebnisse der Elternbefragung vor. Darin sind zwei klare Aussagen enthalten. Die erste überrascht nicht: Der Trend zum Gymnasium ist ungebrochen. Überraschender ist allerdings eine zweite Aussage: Es gibt eine deutlich stärkere Nachfrage nach einer zweiten Gesamtschule in Bergisch Gladbach als es zuletzt der Fall war.

In der Elternbefragung im Mai 2010 hatte das Ergebnis noch anders ausgesehen. Damals hatten sich nur 16 Prozent der Eltern für die Gesamtschule ausgesprochen. Inzwischen wünschen sich 24,1 Prozent der Eltern eine Gesamtschule für ihr Kind. Das ist eine Steigerung um 50 Prozent in nur zwei Jahren!

Noch deutlicher wird das Ergebnis, umso näher die Kinder tatsächlich am Übergang zur weiterführenden Schule stehen: Befragt man nur die Eltern von Drittklässlern, tendieren knapp ein Drittel zur Gesamtschule. "Der Wille der Eltern aus dem gesamten Stadtgebiet ist eindeutig", sagte Bürgermeister Lutz Urbach. Er zieht daraus einen klaren Schluss: "Der Elternwille hat oberste Bedeutung. Ich werde der Politik vorschlagen, eine zweite Gesamtschule einzurichten."

Mit diesem Votum kann er eine Idee aus dem Jahr 2011 wieder aufgreifen: Bereits damals hatte Bürgermeister Lutz Urbach Gespräche mit dem Ziel einer zweiten Gesamtschule geführt. Da die eigenen Schülerzahlen nach dem Ergebnis von 2010 nicht ausgereicht hätten, sprach er mit zwei Nachbarkommunen über eine Kooperation. Von dort gab es abwehrende Signale, weswegen die Planungen der Verwaltung schließlich in eine andere Richtung gingen. Nun können die Pläne fortgesetzt werden. "Mit der zweiten Gesamtschule setzen wir den Elternwillen um und sorgen gleichzeitig für Entlastung an der IGP", sagte der Bürgermeister mit Blick auf die hohe Zahl abgelehnter Schüler dort und die sehr randvollen Klassen.

Die Verwaltung wurde im Schulausschuss am vergangenen Dienstag beauftragt, Kennzahlen zu verschiedenen möglichen Standorten für die Gesamtschule vorzulegen. Da die Gymnasien stabil vierzügig sind, kommen Standorte von Gymnasien für die zweite Gesamtschule nicht in Betracht. Das Anmeldeverhalten der Eltern spricht eher für den Standort Ahornweg. Diese Frage kann nun über den Sommer diskutiert werden. Abschließend muss die Politik nach den Sommerferien entscheiden.

Mit einer zweiten Gesamtschule würden aber auch für die Schullandschaft im Norden Fakten geschaffen: Mit einer solchen Schule am Ahornweg wäre ein Umzug der Schulen aus dem Kleefeld hinfällig, was im Weiteren hieße, dass auch das NCG an seinem jetzigen Standort in der Reuterstraße bliebe. "Die veränderte Erkenntnislage aus der Elternbefragung muss zu einem Umdenken führen. Der Lösungsansatz, der vor Monaten richtig war, ist nicht mehr gangbar, wenn man die Ergebnisse ernst nimmt. Es wäre daher falsch, auf überholten Positionen zu beharren." Daraus zieht Urbach einen klaren Schluss: Sollte die Gesamtschule am Ahornweg kommen, will Bürgermeister Lutz Urbach an der Reuterstraße ein klares Signal setzen und in 2012 und 2013 mit der Sanierung der Aula beginnen. Entsprechende Beiträge sind in der entsprechenden Position "Baukosten Schulen allgemein" bereits vorgesehen. Die für die Jahre 2013 bis 2016 vorgesehene Komplettsanierung der Otto-Hahn-Schulen an der Saaler Mühle könnte wie geplant erfolgen. Die exakte Sanierungsplanung für die Reuterstraße könnte in dieser Zeit erarbeitet werden.
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