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Kunstsammlungen und Museen: Zwei Rokoko-Ölskizzen von Johann Wolfgang Baumgartner als Dauerleihgabe in der Deutschen Barockgalerie

(lifePR) (Augsburg, ) Dank einer Leihgabe aus Privatbesitz befinden sich nun zwei von Johann Wolfgang Baumgartner gefertigte Ölskizzen im Bestand der Kunstsammlungen und Museen. Wohl zwischen 1755 und 1760 entstanden, sind sie demnächst in der Deutschen Barockgalerie im Schaezlerpalais zu sehen. Die zwei in Öl auf Leinwand gemalten Skizzen zeigen zwei alttestamentarische Szenen aus dem Leben Abrahams: Die Beschneidung seines Sohnes Isaak sowie dessen Opferung.

Im Alten Testament fordert Gott die Beschneidung aller männlichen Kinder als Bundeszeichen der Israeliten. Abraham ließ zunächst sich selbst beschneiden und beschnitt Isaak als dieser acht Tage alt war. Baumgartner zeigt uns dieses Ereignis als figurenreiche Szene, die sich in einer prunkvollen Architekturkulisse abspielt. Im Mittelpunkt der Darstellung befindet sich der greise Abraham, dem eine Magd das Kind entgegen hält. Die Opferszene wiederum zeigt eine bewegte, pyramidenförmige Komposition, in welcher Abraham das Messer bereits hoch erhoben hält, während der Engel ihm Einhalt gebietet. Darunter sitzt Isaak, ruhig seinem Schicksal ergeben, auf dem Altar. Johann Wolfgang Baumgartner (1702 bis1761) stammte aus Tirol und begab sich nach seiner Lehrzeit über weitere Länder in die freie Reichsstadt Augsburg. Im Jahr 1746 erwarb er hier das Bürgerrecht und fand Aufnahme in die Malerzunft. Seine künstlerische Tätigkeit konzentrierte sich unter anderem auf das Entwerfen von Vorlagen für Druckgraphiken. So entstammen auch die beiden vorliegenden, zwischen 1755 und 1760 entstandenen, gleichformatigen Gemälde einer Serie mit Szenen aus dem Leben Abrahams, die als Vorlage für von Johann Philipp Koch verlegte Schabkunstblätter diente. Hierauf weisen auch die Rocaille-Ornamente hin, welche die Darstellungen umgeben.

Johann Wolfgang Baumgartner ist in der Deutschen Barockgalerie im Schaezlerpalais bereits mit weiteren Werken vertreten, so mit einer kleinformatigen Serie der Erdteile, die ebenfalls als Vorlage für Druckgraphiken entstand. Die Gemälde befanden sich bisher in New Yorker Privatbesitz und werden nun dankenswerterweise den Kunstsammlungen und Museen Augsburg als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt.