Sonntag, 28. Mai 2017


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Schulbankdrücken schädlicher als Computer-spielen?

Aktuelles aus den Fachzeitschriften Medizin/Psychologie / Aktuelle Studie schließt Computergebrauch als primären Grund für Funk-tionsstörungen der Halswirbelsäule bei Kindern und Jugendlichen aus

(lifePR) (Heidelberg, ) So gut wie alle Kinder und Jugendlichen haben mittlerweile Zugang zu einem Compu-ter. Für Eltern nicht selten ein Anlass zur Besorgnis, sitzen die Heranwachsenden nun oft stundenlang vorm Bildschirm. Immer häufiger leiden zugleich auch schon Kinder und Jugendliche unter Kopfschmerzen und Migräne. Sollte der Computer also besser aus dem Kinderzimmer verbannt werden? Ob häufiger Computergebrauch für Hal-tungsschäden und andere Funktionsstörungen der Halswirbelsäule verantwortlich ist, prüft nun eine Studie in der Springer-Zeitschrift Manuelle Medizin.

Untersucht wurden Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis achtzehn Jahren im Hinblick auf den Zusammenhang von Computergebrauch und funktionalen Störungen im Halswirbelbereich. Die Ergebnisse zeigen, dass der zunächst verdächtig wirkende Computer nicht Ursache der kindlichen Funktionsstörungen sein kann. Verglichen wurden Vielnutzer - mehr als einen halbe Stunde Computernutzung am Tag - mit Schülern, die so gut wie nie am Computer sitzen. Für beide Gruppen ist der Anteil an Funktionsstörungen vergleichbar: In der Primarstufe sind PC-Geringnutzer mit etwa 65 Prozent, Vielnutzer mit 74 Prozent betroffen. In der Sekundarstufe ist das Verhältnis 77 Prozent bei Geringnutzern zu 80 Prozent bei Vielnutzern.

Mit rund 74 Prozent aller Schüler war der Schüleranteil mit bestehenden Funktionsstö-rungen insgesamt sehr hoch und tendenziell eine Verschlechterung mit zunehmendem Alter zu bemerken. Die Ursachen hierfür sind den Ergebnissen der Studie nach jedoch um einiges komplexer als der vermutete PC-Gebrauch. Die Autoren weiteten die Stu-die darum auf die Nutzung anderer Multimedia wie Handy und Spielekonsole sowie auf das Freizeitverhalten der Heranwachsenden aus. Die Ergebnisse lassen jedoch auch hier keinen direkten Einfluss erkennen, so dass nun die oftmals völlig veraltete Ausstattung der Schulen als Verursachungsfaktor zur Frage steht.

Der Beitrag Dysfunktionen der Kopfgelenke in Abhängigkeit vom Computergebrauch bei Kin-dern und Jugendlichen von Thomas Widmann, Seminar für Manuelle Therapie und Medizini-sche Trainingstherapie, Leonberg, erscheint am 18.12.2009 der Ausgabe 6/2009 der Zeitschrift Manuelle Medizin.

Der vollständige Artikel kann Journalisten vorab elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Mehr unter: www.springer.com/medicine.

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