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Pressemitteilung BoxID: 616866 (spring Messe Managment GmbH)
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Crowdworking: Chance für Innovation, Selbstbestimmung und Diversity?

Arbeit der Zukunft

(lifePR) (Köln, ) .


Die Zukunft Personal beleuchtet am Mittwoch, 19. Oktober, den Trend „Crowdworking“ im Forum „Digital Culture“
Zu den Referenten, die aus verschiedenen Blickwinkeln über das Thema berichten, gehört der bekannte Inklusionsaktivist Raúl Krauthausen


Immer mehr Unternehmen entdecken virtuelle Plattformen als Quelle für ihr Innovationsmanagement. Dort bringen sich die sogenannten „Crowdworker“ mit ihren Ideen ein oder testen neue Produkte. Am Mittwoch, 19. Oktober, umreißt die Messe Zukunft Personal diesen Trend in Vorträgen und Diskussionen aus verschiedenen Blickwinkeln. Mit dabei sind Vertreter von Crowdworking-Plattformen sowie von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Forschungseinrichtungen und Verbänden. Zu den Rednern gehört Raúl Krauthausen, der bekannte Inklusionsaktivist und Mitgründer der Sozialhelden.

Viele Menschen träumen von einem Arbeitsplatz, an dem ihre Kreativität voll zum Einsatz kommt und Hierarchien keine Rolle spielen. Aus dieser Motivation heraus haben Anfang des Jahrtausends Softwareprogrammierer angefangen, Crowdsourcing-Portale aufzubauen. Sie wollten endlich einmal jene Dinge tun, zu denen sie in ihren Jobs bisher keine Möglichkeit hatten. Einer von ihnen ist Bastian Unterberg, der 2006 die Plattform jovoto ins Leben rief. Der Gründer und Geschäftsführer hat mit jovoto schon mehr als 400 Projektherausforderungen in seiner Community von etwa 80.000 Kreativen gelöst. Auf der Zukunft Personal gibt er als einer der Referenten zum Thema „Crowdworking“ Einblick in die Mechanismen kollaborativer, offener Zusammenarbeit.

Crowdworking: Perspektiven auf die Zukunft der Arbeit 

Nach einer Einführung in das Thema Crowdworking mit Informationen über verschiedene Plattformen, ihre Bedeutung und Problemfelder von Christoph Sieciechowicz, Medienunternehmer und Vorstandsmitglied des Deutschen Crowdsourcing Verbands e.V., folgen im Trendforum „Digital Culture“ vier Perspektiven auf die Zukunft der Arbeit. Die Unternehmensvertreter Christian Kuhna, Director Think Tank Future Trends & Innovation der adidas Group HR Strategy, und Mirjam Pütz, Head of Disruptive and Strategic Programs der Deutschen Bank, erläutern, wie plattformbasierte Arbeit organisiert werden muss, um die nächste Generation an Talenten zu motivieren und an Open-Source-Projekten in Unternehmen zu beteiligen.

Doch es gibt auch Zweifel daran, ob plattformbestimmte Jobs die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten tatsächlich verbessern: Vanessa Barth, Bereichsleiterin im Funktionsbereich Zielgruppenarbeit und Gleichstellung der IG Metall, zeigt auf, was aus Gewerkschaftssicht dazugehört, damit gute Arbeit im Internet in Form von Microtasking, Crowdstorms, Cloud-Testing oder Co-Creation gewährleistet werden kann.

Inklusions-Aktivist Raúl Krauthausen über Chancen der Teilhabe

Eine weitere Perspektive auf die Möglichkeiten von Crowdworking steuert der bekannte Inklusions-Aktivist Raúl Krauthausen mit dem Vortrag „Crowd-Doing – Chance für Diversity und Teilhabe” bei. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande gründete mit seinem Cousin Jan Mörsch 2004 den gemeinnützigen Verein „Sozialhelden“ in Berlin, der sich für eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft engagiert. Unter dem Motto „Einfach mal machen!“ haben die Sozialhelden zahlreiche erfolgreiche Projekte in Deutschland hervorgebracht. Welche Vorteile Crowdsourcing und die Weisheit der Vielen dabei haben, erläutert Krauthausen im Anschluss an eine Podiumsdiskussion, bei der die verschiedenen Positionen zum Thema aufeinandertreffen.

Zwischen Hierarchie und Netz: Wie selbstbestimmt sind Crowdworker? 

Einen Ausblick gibt Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani, der am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft Berlin zu dem Thema forscht und unter anderem an der Universität Potsdam als Lehrbeauftragter tätig ist. Der Organisationsforscher hat in einer Studie untersucht, was Talente motiviert, den virtuellen Plattformen Zeit und Ideen zur Verfügung zu stellen. Er hat herausgefunden, dass für Crowdworker Spaß und Lernmöglichkeiten an erster Stelle stehen und der Verdienst weniger wichtig ist. Gleichzeitig wirft der Professor, der unter anderem durch seine Kolumnen in DIE ZEIT bekannt ist, die Frage auf, inwiefern die Plattformen das Versprechen der freien Entfaltung einlösen, während gleichzeitig Unternehmen via Top-Down-Anordnung funktionieren. In seinem Vortrag führt Prof. Al-Ani zudem aus, wie sich die Arbeitsform Crowdworking in Zukunft weiterentwickeln könnte – zum Beispiel als eine Art „Netarchie“, einer Kombination aus Hierarchie und Netz.

Weitere Informationen und Registrierung: www.zukunft-personal.de

Das Programm im Überblick:

Wann? Mittwoch, 19. Oktober 2016, ab 9.30 Uhr
Wo? Trendforum „Digital Culture“ (Forum 9, Halle 3.2, Koelnmesse)

9.30 bis 10 Uhr: „Crowdworking: Zukunft der Arbeit – Perspektiven, Chancen und Herausforderungen“
Referent: Christoph Sieciechowicz, Medienunternehmer und Vorstand, Deutscher Crowdsourcing Verband e.V.

10.15 bis 11 Uhr: „Crowdworking: 4 Perspektiven auf die Zukunft der Arbeit – Teil 1 + 2“
Referenten: Bastian Unterberg, CEO & Founder, jovoto, und Christian Kuhna, Director Think Tank Future Trends & Innovation, adidas Group HR Strategy

--- Pause ---

12 bis 12.45 Uhr: „Crowdworking: 4 Perspektiven auf die Zukunft der Arbeit – Teil 3 + 4“
Referenten: Vanessa Barth, Bereichsleiterin Funktionsbereich Zielgruppenarbeit und Gleichstellung, IG Metall, und Mirjam Pütz, Head of Disruptive and Strategic Programs, Deutsche Bank

13 bis 14 Uhr: Podiumsdiskussion “Crowdworking – Chance oder Risiko für Qualität und Selbstbestimmung?“
Diskutanten: Bastian Unterberg, CEO & Founder, jovoto, Vanessa Barth, Bereichsleiterin Funktionsbereich Zielgruppenarbeit und Gleichstellung, IG Metall, Mirjam Pütz, Head of Disruptive and Strategic Programs, Deutsche Bank, Christian Kuhna, Director Think Tank Future Trends & Innovation, adidas Group HR Strategy und Raúl Krauthausen, Inklusionsaktivist, Gründer der Sozialhelden

--- Pause ---

15 bis 15.30 Uhr: „Crowd-Doing – Chance für Diversity und Teilhabe“
Referent: Raúl Krauthausen, Inklusionsaktivist, Gründer der Sozialhelden

15.45 bis 16.15 Uhr: „Ganz selbstbestimmt arbeiten? Wie sich Crowdworker einschätzen und organisieren“
Referent: Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani, Organisationsforscher, u.a. Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Über die Messe Zukunft Personal

Die Zukunft Personal in Köln ist Europas größte Messe für Personalmanagement. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Personaldienstleistungen über betriebliche Weiterbildung, Leadership und Arbeitsrecht bis hin zu Personal-Software und der Zukunft der Arbeitswelt. Die Leitmesse für das Human Resource Management bietet ein einzigartiges Begleitprogramm auf Kongressniveau – mit Vorträgen, Diskussionen und verschiedenen interaktiven Formaten. Drei Tage lang stehen innovative Lösungen und Networking in der Personal-Community im Mittelpunkt: Geschäftsführer, Personalverantwortliche, Mitarbeiter von Personalabteilungen und Organisationsentwickler verschaffen sich auf der Zukunft Personal einen Überblick über den Markt an Produkten und Dienstleistungen und tauschen sich mit Gleichgesinnten über die Trends in der Personalarbeit aus.

Termin: 18. bis 20. Oktober 2016

Über folgenden Link haben Sie die Möglichkeit, sich für die Messe zu akkreditieren: Presseakkreditierung Zukunft Personal

Aktuelle News rund um Trends in der Arbeitswelt und im Personalmanagement gibt es auch im Zukunft Personal Blog.

spring Messe Managment GmbH

spring Messe Management veranstaltet Fachmessen für Personalmanagement, Professional Learning, Corporate Health, Job and Career und den Public Sector. Langjährige Messe-Erfahrung, thematische Expertise und nachhaltige Kundenorientierung machen die Veranstaltungen von spring zu etablierten Branchenplattformen. spring-Fachmessen sind Seismographen für neue Produkte, Ideen und Managemententwicklungen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Messe AG ist in fünf Ländern vertreten: Deutschland, Österreich, Russland, Türkei und Ungarn.