Montag, 25. September 2017


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Fit bleiben fürs Leben

Mit Rehabilitationssport (Reha-Sport) hält Waltraud Fehn sich nach einer schweren Krankheit fit

Kassel, (lifePR) - Irgendwann macht der Körper schlapp – ein Phänomen, das Menschen unter Mehrfachbelastung kennen. Waltraud Fehn kostete die Arbeit in der Landwirtschaft, die Ferienwohnung und die Pflege von Angehörigen über Jahre viel Kraft. „Irgendwann habe ich vergessen, auf mich selber zu schauen“, erkennt sie im Rückblick. Im Zuge einer Hirnhautentzündung fiel Waltraud Fehn ins Koma. „Auch nach zehn Wochen konnte ich noch nicht wieder arbeiten“, erinnert sie sich. Bis heute lebt sie mit Bewegungseinschränkungen als Folge. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen der Mehrfachbelastung und der physischen Erkrankung gibt, ist unklar. Aber Waltraud Fehn hat in dieser schwierigen Zeit erkannt, dass sie so nicht weitermachen konnte und wollte. Gerade weil sie unter den Folgen ihrer Krankheit immer noch leidet, ist es ihr seitdem sehr wichtig, achtsam mit ihrer Gesundheit umzugehen, sich Pausen zu gönnen und vor allem ihre Beweglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Ihr behandelnder Arzt hat Waltraud Fehn Reha-Sport verordnet.

Beweglicher dank Rehasport

Die Kosten für ärztlich verordnete Reha-Sport-Maßnahmen tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Reha-Sport und Funktionstraining sind höchst effektive begleitende Maßnahmen im Rahmen der Rehabilitation eines Patienten. Ziel ist es, je nach Beschwerdebild und Vorerkrankung, den Patienten so zu stabilisieren, dass zum Beispiel sein Muskel-Skelett-System gekräftigt wird, dass er beweglicher wird und dass seine Schmerzen nachlassen. Idealerweise kann

durch Reha-Sport sogar der Medikamentenbedarf gesenkt werden. Herz-Kreislauf-Patienten berichten davon, dass sich ihre Blutfettwerte und der Blutdruck verbessert haben und bei Teilnehmern, die an Diabetes leiden, konnte eine Senkung des Blutzuckerspiegels festgestellt werden.

Speziell auf das Krankheitsbild zugeschnittene Übungen

Typische Übungen kommen aus dem Bereich der Wirbelsäulengymnastik beziehungsweise aus der Wassergymnastik. Viele Menschen mit Schmerzen in den Gelenken empfinden gerade Übungen im warmen Wasser als angenehm und hilfreich. Für Herzpatienten gibt es Coronar-Herzsport-Gruppen, die im Rahmen von Reha-Sport-Maßnahmen besucht werden können. Die Entscheidung, sich mit Sport etwas Gutes zu tun, trifft jeder Teilnehmer bewusst. Daher sind auch alle in der Gruppe motiviert und mit Spaß bei der Sache. Das auf die persönliche Lebenssituation angepasste Training kann jeder gut bewältigen. So stellen sich schnell Erfolgserlebnisse, zum Beispiel eine Verbesserung der Kondition, ein. Angeboten werden Reha-Sport und Funktionstraining von Physiotherapeuten mit Kassenzulassung, von dafür zugelassenen Fitness-Studios und von Sportverbänden. Der Arzt entscheidet, ob er Funktionstraining oder Reha-Sport für die passende Anwendung hält.


Reha-Sport: Der Patient hat Anspruch auf 50 Trainingseinheiten – verteilt über 18 Monate.
Funktionstraining: Der Patient hat Anspruch auf eine bis zwei Trainingseinheiten wöchentlich – verteilt über ein Jahr.


Durch solche wohnortnahen Angebote können stationäre Kuraufenthalte vermieden werden. Gerade für Menschen aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft oder aus dem Gartenbau bieten Reha-Sport oder Funktionstraining so eine optimale Möglichkeit, etwas für ihre angeschlagene Gesundheit zu tun, ohne den eigenen Betrieb beziehungsweise die Familie längere Zeit verlassen zu müssen.

Gemeinsames Training motiviert

Waltraud Fehn besucht regelmäßig ein für Reha-Sport zugelassenes Fitness-Studio. Sie schätzt den gemeinsamen Sport in der Gruppe. Ein erfahrener Trainer leitet die Teilnehmer an. Die im Kurs erlernten Übungen kann sie zuhause wiederholen. Das ist ihr sehr wichtig. Denn langfristige Verhaltensänderungen stärken die Gesundheit nachhaltig.

Mehr Infos

Weitere Informationen finden Sie unter www.svlfg.de, Suchbegriff: Rehasport. Ihre Fragen richten Sie gerne an: leistung@svlfg.de

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