Wahljahr 2017: VdK fordert Maßnahmen gegen soziale Kälte

Gerechtigkeit und Teilhabe statt Ausgrenzung und Politikverdrossenheit

(lifePR) ( Berlin, )
Das Superwahljahr hat begonnen: Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene werden 2017 wichtige Weichen für unsere Zukunft gestellt. "Als größter Sozialverband mit rund 315.000 Mitgliedern allein in NRW fordern wir die Politik auf, in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur Reden im Wahlkampfmodus zu halten, sondern nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu finden", sagte der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge (Foto), heute in Düsseldorf. "Von der Armutsbekämpfung über den Abbau von Barrieren bis hin zur menschenwürdigen Pflege - Gerechtigkeit und Teilhabe sind aus unserer Sicht die beste Medizin gegen Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust."

Beim Neujahrsempfang des VdK-Landesverbands in Roncalli's Apollo Varieté machte der Vorsitzende vor rund 150 Gästen deutlich, dass in unserem Bundesland schon heute jeder Sechste von Armut bedroht ist - Tendenz steigend. "11,7 Prozent aller NRW-Bürger gelten als überschuldet, fast eine halbe Million sind auf Essen von der Tafel angewiesen und rund 100.000 Haushalten wird jedes Jahr der Strom abgestellt. Neben Frauen, Kindern, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung müssen hierzulande auch knapp 150.000 Empfänger von Grundsicherung im Alter jeden Cent zweimal umdrehen", so Vöge, der sich demzufolge für eine Ausweitung wirksamer Landesinitiativen wie "Kein Kind zurücklassen" und "Öffentlich geförderte Beschäftigung" für einen sozialen Arbeitsmarkt aussprach.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, setzte sich in ihrer Rede ferner für die Eindämmung prekärer Beschäftigungsverhältnisse ein: "Schließlich werden all jene, die sich schon in jungen Jahren nur mühsam über Wasser halten können, später auch kaum von ihrer Rente leben können. Um der besonders rasanten Zunahme von Altersarmut entgegenzuwirken, sind darüber hinaus eine Stabilisierung des Rentenniveaus, die Einführung eines Freibetrags von 100 Euro für Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung für Grundsicherungsbezieher sowie die Abschaffung der Abschläge für Erwerbsminderungsrentner erforderlich", sagte Mascher.
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