Mittwoch, 29. März 2017


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SoVD-Frauen fordern: Schluss mit Ausnahmen vom Mindestlohn!

(lifePR) (Berlin, ) Der Mindestlohn darf nicht nur ein Symbol für faire Löhne sein, sondern muss auch tatsächlich mehr Lohngerechtigkeit gewährleisten, fordert der Sozialverband SoVD. Unter besonderer Beobachtung steht das Mindestlohngesetz aus Sicht der Frauenorganisation des Verbandes. Aktuellen Versuchen, das Gesetz auszuhebeln, erteilt die Gliederung eine klare Absage.

"Wird der Mindestlohn unterlaufen, trifft das zuerst die Frauen. Denn immer mehr Arbeitnehmerinnen in Deutschland arbeiten in Teilzeit, während die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen sinkt. Deshalb darf es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben", sagt Edda Schliepack, Bundesfrauensprecherin im SoVD anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. "Insbesondere im Niedriglohnsektor muss der Mindestlohn seine volle Wirkung entfalten. Hier sind Frauen nach wie vor deutlich überrepräsentiert", warnt Schliepack.

Aktuelle Zahlen belegen, dass die Vollzeitquote von Frauen von 55 Prozent im Jahr 2001 auf 40 Prozent 2014 gefallen ist. Aus Sicht der Frauensprecherin sind deshalb wirksame Kontrollen und Sanktionen im Fall von Verstößen gegen das Mindestlohngesetz erforderlich. "Erhebliche Nachbesserungen sind nötig, damit das Gesetz einen realen Schutz für die betroffenen Arbeitnehmerinnen garantiert. Es gilt eine Niedriglohnpolitik zu beenden, die Frauen vorsätzlich in die Armut treibt. Denn jahrelange Minijobs bedeuten im Alter Minirenten."

Der Sozialverband SoVD vertritt die sozialpolitischen Interessen der gesetzlich Rentenversicherten, der gesetzlich Krankenversicherten, der pflegebedürftigen und behinderten Menschen. Seit 1919 kämpft der Verband zudem für eine eigenständige wirtschaftliche und soziale Sicherung der Frauen.

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