Donnerstag, 19. Juli 2018


  • Pressemitteilung BoxID 389778

Armutsrisiko Pflege nicht länger unterschätzen

Berlin, (lifePR) - Der Sozialverband SoVD warnt vor einschneidenden Verschlechterungen für pflegebedürftige Menschen in Deutschland. "Steigende Kosten, Fachkräftemangel und unzureichende Unterstützung für pflegende Angehörige sind unverkennbare Alarmzeichen." Dies erklärte Verbandspräsident Adolf Bauer am Dienstag aus Anlass einer Fachtagung des SoVD-Arbeitskreises Pflege. Insbesondere die Überlastung der Pflegeversicherung beobachte der SoVD mit zunehmender Sorge. Aus Sicht des Verbandes wird die Zahl der Betroffenen weiter steigen, die ihre Pflege nur mit zusätzlicher Sozialhilfe stemmen können. Bereits im Jahr 2011 erhielten in Deutschland 430 000 Pflegebedürftige die so genannte Hilfe zur Pflege. "Es läuft etwas grundlegend schief. Denn der Schutzschirm, der den Pflegebedürftigen den Weg zum Sozialamt ersparen soll, zeigt tiefe Risse. Notpflaster wie das Pflegeneuausrichtungsgesetz reichen nicht aus, um die Pflegeversicherung zu kitten. Notwendig ist eine tiefgreifende Reform. Sie ist alternativlos, denn es zeichnet sich eine Entwicklung ab, die leicht in einem landesweiten Pflegenotstand münden kann." Bauer betonte die Notwendigkeit einer Reform des so genannten Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Er legt fest, welchen Menschen welcher Bedarf an Pflege-Unterstützung zugesprochen wird. "Besonders deutlich tritt der Handlungsbedarf bei Menschen mit Demenz zu Tage. Der geltende Pflegebedürftigkeitsbegriff benachteiligt die Betroffenen spürbar", so Bauer. Die ausbleibende Hilfe führe pflegende Angehörige oft an die Grenze ihrer finanziellen Möglichkeiten. Der Schritt in die Armut sei dann in vielen Fällen unvermeidlich.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Der Rundfunkbeitrag ist rechtens - einmal!

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Das Bundesverfassungsger­icht (BVerfG) verkündete am heutigen Vormittag das Urteil zur Rechtmäßigkeit des Rundfunkbeitrages. Demnach ist dieser...

Kündigung wegen eigenmächtigem Urlaub

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Nimmt eine Arbeitnehmerin eigenmächtig Spontanurlaub und erscheint auch nach Aufforderung durch den Arbeitgeber nicht im Betrieb, ist die Kündigung...

Kein Smartphone-Verbot

, Verbraucher & Recht, ARAG SE

Allein der Umstand, dass ein Kind ein Smartphone und freien Internetzugang hat, rechtfertigt noch keine familiengerichtliche­n Auflagen zur Mediennutzung....

Disclaimer