Samstag, 18. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 666076

Die Auto-Lobby verbreitet Zweifel am Elektro-Auto

Aachen, (lifePR) - In der Online-Ausgabe der Zeitschrift DIE WELT erschien folgender Beitrag:

https://www.welt.de/wirtschaft/article165792805/Warum-wir-beim-E-Auto-einer-Illusion-erliegen.html 

Dieser Beitrag von Philipp Vetter beginnt mit der provokativen Behauptung:

"Ein Tesla Model S ist erst nach 160.000 Kilometern auf dem gleichen Umweltniveau wie ein Benzin- oder Dieselauto"

Zur Begründung werden gewichtige Bedenken aufgezählt, die zeigen sollen, dass Elektroautos keine bessere Alternative gegenüber Diesel- oder Benzin Autos darstellen:

"Elektroautos gelten als besonders klimafreundlich, schließlich entstehen dort wo sie fahren, keine Abgase. Natürlich sind auch die E-Autos nicht wirklich emissionsfrei, da der Strom nicht nur aus erneuerbaren Energiequellen stammt, sondern auch aus Kohle- oder
Gaskraftwerken. Trotzdem gilt als ausgemacht, dass die Stromer umweltfreundlicher sind als Autos mit Verbrennungsmotor. Aber stimmt das?"

Wer jetzt noch weiterlesen will, muss sich beim Abo für Welt+ anmelden. Doch die Argumente, die dann folgen, können wir - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - auch abgekürzt mit wenigen Sätzen wiedergeben:

- (Philipp Vetter behauptet) Die Herstellung der Antriebsbatterie sei das gravierendste Umweltproblem des Elektroautos, denn die sei extrem energieaufwendig.
- (Philipp Vetter) Die Energie zur Batterie-Herstellung stamme vorwiegend aus Kohlestrom mit hohen CO2-Emissionen. Die produzierten Batterien enthielten deshalb eine außergewöhnlich hohe "CO2-Schuld" schon bevor sie überhaupt zum Einsatz kommen.
- (Philipp Vetter) Bis dann ein Elektroauto durch abgasfreies Fahren die CO2-Schuld seiner Batterie durch Nichtverbrauch von Diesel oder Benzin wieder ausgeglichen habe, müsse es weit über 100.000 km
zurücklegen. Je größer die Batterie sei, desto weiter müsse das E-Auto fahren. Der Tesla S zum Beispiel sogar 160 000 km.

Dazu unser Kommentar - Solarenergie-Förderverein (SFV):

Es geht hier um mehr als nur um E-Autos. Es geht generell um die Frage, ob die Umstellung auf Wind- und Sonnenenergie sowie auf die dazugehörigen Speicher überhaupt einen Beitrag zum Klimaschutz
darstellt.

Der Vorwurf, den Philipp Vetter gegen die Herstellung der Elektrospeicher erhebt, könnte genau so gegen die Herstellung von Solaranlagen oder Windräder erhoben werden. Die Herstellung dieser Anlagen kostete zunächst Energie, die in der Anfangszeit der
Entwicklung hauptsächlich aus Kohle- und Atomstrom stammte und die Emissionen an CO2 noch erhöhte. Doch je mehr Solar- und Windstrom in den folgenden Jahren im Strom-Mix enthalten sein wird und je mehr fossile Kraftwerke dann auch tatsächlich abgeschaltet werden, desto geringer wird der CO2-Ausstoß bei der zukünftigen Produktion von Solarzellen oder bei der Produktion von Batterien sein.

Elon Musk, der Tesla-Chef hat diesen Blick in die Zukunft spektakulär vorweggenommen. Seine Giga-Batteriefabrik in Nevada wird ausschließlich mit Strom aus Solarzellen arbeiten. Ausführliche und interessante Informationen zur Giga-Factory mit erhellenden Fotos finden Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Gigafactory 

Auch in anderen Ländern und Kontinenten plant Elon Musk solche Giga-Batteriefabriken. Und andere Unternehmer werden folgen.

Kommen wir zum Schluss. Wer entscheiden will, welche klimafreundliche Alternative zum Diesel oder Benzinantrieb es geben soll, der darf nicht die Vorteile der beginnenden Umstellung auf Solar- und Windenergie und Stromspeicher für die Zukunft ausblenden. Und er muss diese Entwicklung vorantreiben anstatt sie zu bremsen.

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