Samstag, 18. November 2017


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Kunststoffe mit viel Potenzial / Aber deutsche Industrie vor Herausforderungen"

Würzburg, (lifePR) - Auf den 4. Deutschen Kunststoff-Tagen trafen sich am 29. und 30. September 2009 in Würzburg knapp 100 Fachleute und diskutierten unter Moderation von GKV-Präsident Dr. Reinhard Proske aktuelle Entwicklungen und Branchen-Trends. Unter dem Motto "Impulse für morgen" referierten Experten zu den Themenbereichen Rohstoffmärkte, Werkstoffe, Maschinentechnologie, Produktentwicklung sowie zu Finanzierung, Mitarbeiterführung, Unternehmensstrategie und Megatrends.

Auch wenn derzeit meist das Cash-Management den Alltag der Unternehmen bestimmt, dürfen die Entwicklungsperspektiven für die Kunststoffindustrie nicht aus dem Blick geraten, waren sich Teilnehmer und Veranstalter in Würzburg einig. Unstrittig ist, dass der Einsatz von Kunststoffen hinsichtlich der "globalen Megatrends" zukünftig noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Für den Standort Deutschland und für deutsche Unternehmen ergeben sich attraktive Wachstumschancen, die aber nur in einem harten internationalen Wettbewerb zu realisieren sind.

Bei der Betrachtung der Rohstoffmärkte wiesen die Referenten darauf hin, dass sich in der Kunststofferzeugung seit längerem die Akzente in Richtung Naher Osten und China verschieben. Die Auswirkungen in Form von Anlagenstilllegungen und neuen Anbietern würden nun spürbar und stellten deutsche und europäische Produzenten vor strategische Herausforderungen. Die mittelfristigen Preiserwartungen für Kunststoffe lägen demnach ähnlich dem heutigen Niveau.

Aus dem Bereich der Werkstoffe wurden neue Entwicklungen und Anwendungen in unterschiedlichen Reifegraden präsentiert. So wurde deutlich, dass einerseits die Substitution anderer Werkstoffe noch lange nicht an ein Ende kommt, und dass andererseits Kunststoffe aufgrund ihrer Eigenschaften Problemlöser für globale Herausforderungen sind oder sein werden.

Integrierte Prozesse und Komplettlösungen sind Stichworte aus dem Maschinenbau, wenn es darum geht, die Fertigungseffizienz in der Kunststoffverarbeitung weiter zu erhöhen. Mit Beispielrechnungen zur "total cost of ownership" (TOC) wurde in Würzburg deutlich, dass eine gegenüber der asiatischen Konkurrenz vermeintlich teurere Maschine heimischer Herkunft durchaus die wirtschaftlichere Alternative darstellen kann.

Zum Thema "Produktdesign" erfuhren die Teilnehmer anhand vieler Praxisbeispiele, wie sich der Weg zu "gutem" Design erfolgreich gestalten kann. Der Schutz der eigenen Produkte mit ihrem Design vor Nachahmung durch Produktpiraten schloss sich thematisch an. Für Unternehmen, deren Produkte sich in einer Gefährdungsposition befinden, sei es demnach unerlässlich, für den Schutz des geistigen Eigentums eine Strategie zu entwickeln. Nur dann wäre die sehr aufwändige Durchsetzung von Schutzrechten auf Dauer effizient.

Einen packenden Ausblick in die nächste Dekade und die großen weltweiten Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft bot Zukunftsforscherin Jeanette Huber im Abschlussvortrag.

Ein weiteres Highlight war der abendliche Gastvortrag des Trigema-Inhabers Wolfgang Grupp. Als Dinner-Speaker schilderte er pointiert die Entwicklung des Unternehmens und seine - nahezu allen modernen Führungslehren widersprechende - persönliche Unternehmerphilosophie.

Die Veranstalter - Süddeutsches Kunststoff-Zentrum (SKZ), Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) und Kunststoff Information (KI) zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden. Vor dem Hintergrund des konjunkturellen Umfelds und dem positiven Teilnehmer-Feedback habe sich die Tagung als erfolgreich erwiesen. Die 5. Deutschen Kunststoff-Tage werden im Frühjahr 2011 im Rhein-Main-Gebiet stattfinden.

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