Hilferuf aus Malawi - Interview mit einem deutschen Katastrophenhelfer vor Ort

(lifePR) ( Berlin, )
Auch wenn die Katastrophe nach dem Zyklon Idai in Teilen Mosambiks, Simbabwes und Malawis schon langsam wieder aus den Schlagzeilen verschwindet, so beginnt die Arbeit bei der Hilfsorganisation ShelterBox gerade erst. Vergangene Woche hatte die malawische Regierung erneut um internationale Hilfe gebeten und erklärt, dass mindestens eine Million Menschen von Überschwemmungen und den Folgen des Wirbelsturms betroffen sind. Nach wochenlangem Starkregen gibt es vielerorts noch Hochwasser, Ernten sind vernichtet, Vieh ist verendet oder verschwunden. Zudem besteht durch verunreinigtes Wasser die Gefahr eines Cholera-Ausbruchs.

Aktuell befindet sich ein ShelterBox-Response Team in Chikwawa, einem der am stärksten betroffenen Distrikte im Süden Malawis. Einer von mehr als 140 ehrenamtlichen ShelterBox-Katastrophenhelfern ist Carsten Dolbert. Der Heidelberger engagiert sich in seiner Freizeit in der humanitären Hilfe in Katastrophengebieten weltweit. Zurzeit kümmert er sich in Malawi darum, den Bedarf an Nothilfe zu ermitteln, den Transport und die Verteilung der Hilfsgüter zu organisieren und den Betroffenen deren Handhabung zu vermitteln. Vor vier Jahren war er schon einmal in dem Land im Einsatz und sagt: „In der Tat ist es spannend, wenngleich auch ein bisschen tragisch, dass es wieder Malawi ist. Es sind genau dieselben Regionen wie damals, die betroffen sind. Durchaus möglich, dass ich denselben Leuten nochmal begegnen werde, die ich damals getroffen habe.“

Zusammen mit “Habitat for Humanity Malawi” besucht das Team unter anderem Familien, die in Gemeinschaftszentren um Chikwawa und Mulanje leben, um sich einen Überblick zu verschaffen, wie ShelterBox hier am besten helfen kann. Die meisten Familien haben durch die Überschwemmungen ihren gesamten Besitz verloren. Viele von ihnen sind in Schulen untergebracht, sodass die Kinder ihren Unterricht verpassen. Obwohl die Regenzeit fast vorbei ist, wird es lange dauern, bis die Familien wieder in ihre Ortschaften zurückkehren und mit dem Wiederaufbau beginnen können.

Unter den Betroffenen ist auch Petro. Der 46-Jährige lebt mit seiner Frau Maria und vier Kindern jetzt in einer Sammelunterkunft, zusammen mit über 900 anderen Familien. „Wir haben unser Haus, die ganzen Vorräte, Ziegen, Hühner und unsere Kleidung verloren. Wir haben nur das, was wir jetzt tragen", erklärt Petro. Die Familie kann nicht in ihr Dorf zurückkehren, da es in der Nähe eines Flusses liegt und vollständig von Schlamm überflutet ist. Doch die Bedingungen in den Gemeinschaftsunterkünften in ganz Malawi sind extrem schlecht. Sie sind hoffnungslos überfüllt, es gibt kaum sauberes Wasser und zu wenig Sanitäranlagen, sodass die Menschen einem erhöhten Risiko für Krankheiten, Gewalt und sogar Menschenhandel ausgesetzt sind.

Nun bereitet sich ShelterBox darauf vor, ShelterKits mit stabilen Planen und Werkzeugen zu verteilen, damit Familien Unterkünfte reparieren oder bauen können. Unter den Hilfsgütern, die am vergangenen Wochenende eingetroffen sind, befinden sich auch Wasserfilter und Moskitonetze, um die Menschen vor Krankheiten zu schützen.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.