Miteinander wäre besser!

(lifePR) ( Brugg, )
Die Schweizer Hoteliers leiden unter dem starken Franken. Als Lösung für ihre Probleme machen sie sich nun für ein Freihandelsabkommen Landwirtschaft mit der EU stark. Sie lassen dabei ausser Acht, dass sie das Kind mit dem Bade ausschütten. Ein Freihandelsabkommen würde das bereits sehr tiefe Sektoreinkommen der Schweizer Landwirtschaft um rund 40 Prozent hinunterreissen. Ein solcher Einbruch hätte weit reichende Konsequenzen auf die Struktur und die räumliche Verteilung der Landwirtschaftsbetriebe.

Dies wiederum bliebe nicht ohne Folgen für den Tourismus. Die abwechslungsreiche Landschaft, belebte Randgebiete und gelebte Traditionen sind schliesslich wichtige Bestandteile für die Attraktivität unseres Landes. Für den SBV ist es unverständlich, dass hotelleriesuisse für eventuelle minimale Einsparungen beim Produkteinkauf bereit ist, die Attraktivität der Schweiz für ausländische Besucher zu schwächen.

Der Einkauf der Lebensmittel macht gemäss ihren eigenen Angaben weniger als 20 Prozent der Kosten aus. Ins Gewicht fallen in erster Linie die Personalaufwände. Von den Ausgaben für die benötigten Lebensmittel wiederum sind nur zu einem sehr kleinen Teil die Rohstoffe der Bauern verantwortlich. Erstens, weil in der Gastronomie weniger unverarbeitete Lebensmittel, als vorverarbeitete und Convenience Produkte zum Einsatz kommen. Zweitens, weil sich unter den eingekauften Lebensmitteln ein beträchtlicher Anteil an ausländischen Produkten befindet, deren Preisniveau sich überhaupt nicht ändern würde. So klein der Einfluss der Landwirtschaft auf die Kosten der Hotelbetriebe ist, so klein ist auch der Effekt eines Freihandelsabkommens.

Statt gegeneinander zu kämpfen wäre die Verstärkung des Miteinanders zwischen Hotellerie und Landwirtschaft gefragt: Miteinander die Stärken der Schweiz und ihrer Produkte betonen und verkaufen. Miteinander an der Qualitätsstrategie arbeiten. Miteinander Optimierungsmöglichkeiten auf allen Stufen der Wertschöpfungskette angehen. Miteinander auch schwierigen Zeiten trotzen.
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