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Pressemitteilung BoxID: 340060 (Schweizerischer Bauernverband)
  • Schweizerischer Bauernverband
  • Laurstrasse 10
  • 5200 Brugg
  • https://www.sbv-usp.ch
  • Ansprechpartner
  • Francis Egger
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Die Anpassungen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats bei der Behandlung der Agrarpolitik 2014-17 sind absolut ungenügend

(lifePR) (Brugg, ) Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-NR) hat die Änderungen der Gesetzesvorlage zur Agrarpolitik (AP) 2014-17 behandelt. Sie hat in erster Linie die Vorschläge des Bundesrats unterstützt. Von den über 100 Änderungsanträgen verschiedenster Kreise schafften es nur gut zwanzig eine Mehrheit zu finden. Rund zwei Drittel davon brachten bäuerliche Vertreter auf Initiative des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) ein. Positiv sind die verankerte Ernährungssouveränität, die Verlängerung des Gentechmoratoriums oder die Einführung von Standardverträgen im Landwirtschaftsgesetz. Anträge, welche die landwirtschaftliche Produktion weiter eingeschränkt hätten, kamen in der Kommission nicht ebenfalls durch.

Beim neuen Direktzahlungssystem - dem Herzstück der Reform - hat es die Kommission klar verpasst, die landwirtschaftliche Produktion zu stärken und damit die unbefriedigenden Einkommen der Bauernfamilien zu verbessern. So unterlag beispielsweise zur Enttäuschung des SBV ein Kompromissvorschlag zwischen den heutigen Tierbeiträgen und einer totalen Umlagerung auf die Fläche. Ganz speziell im aktuellen Umfeld mit der Krise im Milchmarkt, zunehmendem Importdruck und verstärktem Strukturwandel ist dieser Entscheid unverständlich.

Der SBV und seine Mitgliedorganisationen werden alles daran setzen, um ihren Anliegen im Plenum des Nationalrats zum Durchbruch zu verhelfen. Die bäuerlichen Organisationen halten sich, je nach Ausgang der Verhandlungen, sämtliche politischen Möglichkeiten offen.