Sonntag, 30. April 2017


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Mit Strategie erfolgreich gegen Amazon, Zalando & Co.

Konzentration als nachhaltige Marktchance gegen Globalplayer

(lifePR) (Dörverden, ) Märkte sind dynamisch, unberechenbar, engstirnig und verwirrend. Insbesondere die Schuhbranche erfährt am eigenen Leibe, was es bedeutet, auf veränderte Marktsituationen nicht zu reagieren oder einem Wandel lediglich starr und damit tatenlos entgegenzublicken. Um gerade in turbulenten Wirtschaftszeiten das Schiff auf Kurs zu halten, sind zwei Kriterien für den Einzelhandel von höchster Relevanz, erklärt Kay Zimmer, Geschäftsführer von schuhplus, der sich mit seinem Unternehmen vor über 13 Jahren auf Schuhe in Übergrößen spezialisiert hat.

Konzept statt Einfallslosigkeit: Mit Nischenprodukten gegen Renditeindex

Die großen Marktplayer sind Gewinner. Sie erzielen Umsätze. Sie reißen Kunden an sich. Und sie sind bestens ausgestattet, die digitalisierte DNA eines Verbrauchers bis zum Kern auszuschöpfen. Amazon, Otto, Zalando & Co. preisen Wachstum und Wirtschafts-Superlative von Jahr zu Jahr zunehmend aus. Keine Chance für den Mittelstand? Falsch – sagt Kay Zimmer von schuhplus. Mit seinem Versandhaus für große Schuhe konnte der Unternehmer in diesem Jahr trotz grenzenloser Konkurrenz einen Zuwachs im zweistelligen Bereich verzeichnen, denn die Branchen-Goliaths haben Schwachstellen. „Für einen Mittelständler haben Produkte ein Gesicht, einen Namen, eine Emotion. Globalplayer sehen in ihnen lediglich einen Renditeindex. Diese rationalisierte Marktbetrachtung ist die Achillesferse der Konzerne. Wenn Produkte nicht für den Massenmarkt geeignet sind oder auch zu wenig Marge beinhalten, dann wird den verwöhnten großen Kindern langweilig - die entscheidende Lücke für Händler, ein Nischensortiment zu platzieren“, erklärt der 42-jährige Unternehmer.

Konzentration mit hanseatischer Besonnenheit statt Weichspülgang

Ob Online oder stationär: Unternehmen der Schuhbranche betonen verstärkt ihren gefühlten Grad der Handlungsunfähigkeit. Starke Konkurrenz, Preisdruck und Überangebote avanciere zum omnipräsenten Sündenbock. Die Problematik der Geschäftsfähigkeit ist jedoch im Kern dann erschüttert, wenn Händler in ihrem status quo vergleichbar sind, erläutert Zimmer: „Wenn sich das eigene Portfolio problemlos mit anderen als austauschbar klassifizieren lässt, dann ist dies der Todesstoß für viele Unternehmen. Der Mittelstand muss dezidiert durch seine Einzigartigkeit des Angebotes in Kombination mit den Serviceleistungen punkten – somit die Kriterien erfüllen, die Globalplayer nicht leisten können. Wichtig dabei: In der Nische muss das Angebot durch Vielfalt herausragen, was aufgrund der Einzigartigkeit zur Nachhaltigkeit führt“ - die Besinnung auf kaufmännische Tugenden sei dabei der entscheidende, strenge Lehrmeister, betont Kay Zimmer. „Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass man sich stets auf das Kerngeschäft konzentrieren muss. Es locken stets viele Sparten rechts und links oder auch Sortimente, die dem eigentlichen USP widersprechen. Doch wir haben immer wieder festgestellt und feststellen müssen, dass jegliche Abweichung vom Main-Business keine gute Entscheidung war. Die volle Konzentration auf das, was das Unternehmen ausmacht, ist die einzige Konzentration, die es geben darf.“

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