Dienstag, 21. November 2017


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Frauen und Musik: Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit? - neues Musikforum erschienen

Mainz, (lifePR) - Ein Thema, das immer wieder präsent in den Medien ist: Gender, Quoten, und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. In der Musikwelt sind sie inzwischen gleichermaßen vertreten, könnte man meinen: Über 50 Prozent aller Studierenden an deutschen Musikhochschulen sind Frauen, Dirigentinnen wie Mirga Gražinytė-Tyla feiern internationale Erfolge und Popstars brechen in ihren Inszenierungen traditionelle Rollenmuster auf. Wie ausgeglichen sind die Geschlechterverhältnisse aber tatsächlich? Angeregt von der Studie „Frauen in Kultur und Medien“ des Deutschen Kulturrats beschäftigt sich das aktuelle Musikforum mit gegenwärtigen Tendenzen an den Musikhochschulen, in der Verbandslandschaft und in der Musikindustrie. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet.

Das Musikforum enthält außerdem das Supplement DMR aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

Die Themen im Überblick:

Fokusthema: „Frauen und Musik – Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit?“


Eva Rieger beschreibt, wie sich das Frauenbild im Laufe der Zeit verändert hat – und wie traditionelle Rollenzuschreibungen unseres kulturell geformten Unterbewusstseins der Gleichstellung häufig im Weg stehen.
„Passen wir uns an eine Männerwelt an?“ fragt sich Susanne Rode-Breymann, bezogen auf die musikbezogene Genderforschung an Hochschulen.
Mit welchen Konsequenzen auf die Studie „Frauen in Kultur und Medien“ reagiert werden sollte, erläutert Olaf Zimmermann.
Unterschiede in der Instrumentenwahl, Studienausrichtung, und in den Berufsbildern zwischen Männern und Frauen sind nach wie vor präsent. Gabriele Schulz kann zwar kein Patentrezept, dafür aber umsetzbare Ansätze gegen die Ungleichheit liefern.
Dörte Schmidt plädiert für eine selbstbewusste Quotenfrau in Kultur und Medien.
Lady Gaga, Freddy Mercury, Madonna, David Bowie – auf welche Weise die Popmusik einen künstlerischen Diskurs über die Geschlechtlichkeit führt, stellt uns Gaja von Sychowski
Auch Monika Bloss widmet sich der Repräsentation von Frauen im Popmusikgeschäft und plädiert dafür, direkt an institutionellen Schaltstellen zu reagieren und gängige Betrachtungswinkel in Frage zu stellen.
Alenka Barber-Kersovan beleuchtet Aufführungspraxen von „String Divas“, bei denen künstlerische Virtuosität und erotische Vermarktung aufeinanderprallen.
Warum der Kulturbetrieb ohne Frauen zusammenbrechen würde, und warum die Frau zu sozial für das Künstlertum ist, legt uns Lars Reichow humorvoll nahe.


Musik und Politik


Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen zwischen Sparzwängen und regionalem Pflichtbewusstsein – Christian Höppner im Gespräch mit dem Kulturreferenten Wolfgang Suttner und dem Intendanten des Landesorchesters, Michael Nassauer.


Bildung I Forschung


Praktisches Musizieren kann und sollte im Zentrum von Musikunterricht stehen – die Umsetzung dieser Grundidee an der Stadtteilschule Horn stellt uns Nils Nöhring


Musik und Gesellschaft


Klassik veraltet nicht! So sprechen zumindest die Ergebnisse der Klassik-Studie 2016, die uns Studienleiter Michael Haller


Wirtschaft I Recht


Charlotte Seither spricht über die verheerenden Folgen für die Urheberlandschaft, die das „Kramm-Ackermann-Urteil“ zur Verlegerbeteiligung nach sich zieht.
Auch René Houareau beurteilt die Veränderungen und die Wirksamkeit des Urteils zum Urheberrecht.


Vorgestellt


Der Deutsche Jugendkammerchor ist jung, bunt zusammengewürfelt und gerade deswegen so erfolgreich. Daniel Schalz über Ansprüche und Motivationen des „Privilegierten Partners“ des Deutschen Musikrats.


Kolumne


Patti Smiths „Gloria“ unterstreicht die rebellische Haltung der Sängerin gegenüber festgefügten Normen der amerikanischen Mittelklasse. Udo Dahmen bespricht den Song für uns in seiner Kolumne Erklär mir Pop.


Die Redaktion empfiehlt


Gaja von Sychowski rezensiert Heinz Rudolph Kunzes „Schwebebalken. Tagebuchtage “.

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