Gewerbeinvestmentmarkt Deutschland 2011

Transaktionsvolumen von knapp 23 Mrd. Euro / Finanzierung ist Damoklesschwert für 2012

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
In Jahr 2011 wechselten in Deutschland Gewerbeimmobilien im Wert von ca. 22,6 Mrd. Euro den Besitzer, was eine Steigerung von 20 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. "Von den sich im Laufe des Jahres verschlechternden makroökonomischen Rahmenbedingungen war auch im letzten Quartal auf dem Investmentmarkt noch wenig zu spüren. Das 4. Quartal war mit einem Investitionsvolumen von etwa 5,8 Mrd. Euro das zweitstärkste in diesem Jahr", erläutert Lars-Oliver Breuer, Managing Director Investment und bei Savills verantwortlich für das Investmentgeschäft in Deutschland.

Wie schon in den vorangegangenen Quartalen dominierte auch in den letzten drei Monaten das Einzelhandelssegment. Für das Gesamtjahr 2011 kommt diese Nutzungsart auf einen Anteil von 49 % am gesamten Transaktionsgeschehen. Absolut entspricht dies einem Investitionsvolumen von mehr als 11 Mrd. Euro, ein Plus von gut 60 % gegenüber dem Vorjahr. Das Einzelhandelssegment löst damit die seit Jahren dominierenden Büroimmobilien ab, die in 2011 einen Anteil von knapp 35 % erreichten. "Die Verschiebung vom Büro- zum Einzelhandelssegment liegt nicht zuletzt in der stabileren Mietentwicklung von Einzelhandelsimmobilien begründet. Die nach wie vor auf Sicherheit bedachten Investoren honorieren diese Eigenschaft", erläutert Matthias Pink, bei Savills verantwortlich für das Research in Deutschland, und ergänzt: "Hinzu kommt das stabile und aktuell sehr gute Konsumklima in Deutschland".

Innerhalb der Top-5-Standorte gehört Frankfurt zu den großen Gewinnern des Jahres 2011. Durch mehrere großvolumige Deals erreichte die Finanzmetropole ein Einzeltransaktionsvolumen von mehr als €2,3 Mrd. Euro (14 % des gesamtdeutschen Volumens) und damit ein Vielfaches im Vergleich zu 2010. Ebenfalls stark zulegen konnte München, wo sich das Investitionsvolumen in Einzelobjekte etwa verdoppelte. In Berlin (+ 11 %) und Hamburg (+ 53 %) erhöhte sich das entsprechende Transaktionsvolumen ebenfalls, wenn auch weniger stark. Einzig in Düsseldorf ging das Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Viertel zurück. Insgesamt wurde in den Top-5 knapp die Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens investiert.

Der Anteil ausländischer Käufer betrug im vergangenen Jahr etwa ein Drittel, wobei Investoren aus dem angelsächsischen Raum für mehr als die Hälfte aller ausländischen Investitionen verantwortlich zeichneten. Zu den stärksten Käufergruppen zählten wie schon im 1. Halbjahr offene und geschlossene Fonds, die zusammen einen hohen einstelligen Milliardenbetrag in deutsche Immobilien investierten. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte waren aber auch vermehrt Käufe von Versicherungen und Pensionskassen sowie Immobilen AGs und REITs zu beobachten.

Eine Prognose für das Jahr 2012 erscheint aufgrund einer Vielzahl an Unsicherheiten schwierig. Entscheidend wird sein, ob sich die Lage an den Finanzmärkten wieder stabilisiert und ob es der Euro-Zone gelingt, die Investoren von ihrer Stabilität zu überzeugen. "Die Finanzierung wird im laufenden Jahr das beherrschende Thema sein", meint deshalb Breuer. "Wenn die anhaltend hohe Nachfrage nach deutschen Immobilien in Deals umgesetzt werden kann, ist das Erreichen der 20-Milliarden-Marke auch in 2012 realistisch", so Breuers Einschätzung.
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