Donnerstag, 16. August 2018


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Stimmt: Die #HappyHartz-Kampagne war Fake

In Wahrheit geht es um "HartzPlus"!

Berlin, (lifePR) - Die rätselhafte "HappyHartz"-Kampagne, die in den letzten Tage auf sozialen Medien für Aufregung sorgte, wurde in Wahrheit nicht von anonymen "Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“ initiiert, sondern ist eine Guerilla-Aktion von „Sanktionsfrei". Der gemeinnützige Verein in Berlin engagiert sich für Verbesserungen des bestehenden Sozialsystems und startet heute seine Aktion „HartzPlus“.

„Wir brauchen endlich den ersten Schritt zu einer echten Existenzsicherung! Deswegen warten wir nicht länger auf den Staat, sondern fangen einfach an!“ erklärt Helena Steinhaus, Geschäftsführerin von Sanktionsfrei. Der Verein sammelt auf der Webseite www.mein-jobcenter.com ab sofort Spendengeld für die HartzPlus-Vertrauenskasse. Sobald 20.000 Euro gesammelt sind, wird den ersten 25 Menschen mit Hartz Plus eine echte Existenzsicherung geschenkt – Kürzungen ihres Hartz4-Bezugs durch das Jobcenter werden sofort erstattet. Bis zu 200 Euro im Monat gibt es pro Kopf. Zumindest das staatliche Existenzminimum von 409 Euro im Monat ist damit wirklich sicher.

Ziel des Vereins ist es, schon im nächsten Jahr 100 Menschen abzusichern. Dafür sucht Sanktionsfrei möglichst viele Spender, die Vertrauen schenken wollen und die ab sofort die Vertrauenskasse füllen. Menschen im Hartz4-Bezug, die mit Hartz Plus Vertrauen geschenkt bekommen möchten, können sich auf der Webseite kostenlos registrieren.  

Mit der Aktion HartzPlus möchte Sanktionsfrei die Diskussion über Hartz 4 neu anstoßen. Geschäftsführerin Helena Steinhaus: “6 Millionen Menschen bekommen Hartz 4. Trotzdem haben sie kein Gefühl von Sicherheit, sondern Angst um ihre Lebensgrundlage. Das ist absurd! Darüber müssen wir sprechen! Hartz 4 darf kein Tabu-Thema mehr sein.”

Hintergrund zur bisherigen HappyHartz-Kampagne

Seit Dienstag 5.12. kursierte der Hashtag #DuBistEsUnsWert auf Facebook und Twitter. Auf der Webseite mein-jobcenter.com und in den sozialen Medien wurden die Menschen gefragt: "Bist du auch happy mit Hartz 4? Dann schick' uns deine Geschichte!“ Die (erfundene) PR-Agentin Paula Rosenholz beteuerte auf der Ernsthaftigkeit der Kampagne: Es ginge um einen Appell für eine "pragmatische Sozialpolitik“ und um eine Würdigung des "historischen Beitrags der Agenda 2010“.

Die Kampagne nahm am Mittwoch gerade richtig Fahrt auf. Immer mehr Menschen und Medien rätselten, wer hinter der Kampagne steckt und ob sie ernst gemeint war oder nicht. Da platzte die Bombe: Eine der vorab eingeweihten Redaktionen ging fünf Tage zu früh an die Öffentlichkeit.

Über Nacht mussten das Sanktionsfrei-Team reagieren. „Friends, Fools and Family, alle haben geholfen. Jetzt gibt es noch tausend Bugs und Fehler auf der Webseite”, erzählt Helena Steinhaus, Geschäftsführerin von Sanktionsfrei, “aber wir hoffen, dass die Leute sich von unserer Energie anstecken lassen! HartzPlus soll fliegen!“

www.mein-jobcenter.com

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