Ryanair fordert Gleichberechtigung im Aschewolke-Fall

Heute am Europäischen Gerichtshof / Die Airline fechtet die EU261-Verordnung an

(lifePR) ( Dublin, )
Ryanair, Europas beliebteste Fluggesellschaft, bestätigt, dass ihr Einspruch gegen die aktuelle EU261-Verordnung heute am Europäischen Gerichtshof in Straßburg Anhörung findet. Nach Ansicht von Ryanair ist die Verordnung diskriminierend und für den Zweck ungeeignet, da sie den Fluggesellschaften eine unbeschränkte Pflicht zu Betreuungsleistungen und Entschädigungen auferlegt. Das zeigte sich auch im Falle der Luftraumschließung während der Aschewolke im Jahr 2010, durch die es im April und Mai 2010 über einen Zeitraum von 17 Tagen zu Flugausfällen in ganz Europa kam. Diese Fluganullierungen lagen jedoch vollkommen außerhalb der Gewalt betroffenen europäischen Fluggesellschaften.

In dem vorliegenden Präzedenzfall erhebt ein Passagier, der mit Ryanair nach Faro reiste und dann als Resultat der Aschewolke und der Schließung des Luftraums 9 Tage lang festsaß, Ansprüche auf Entschädigung. Zu ihrer Verteidigung untersucht Ryanair den Europäischen Gerichtshof um Prüfung des Folgenden:

- Sind die Luftraumschließungen als 'außergewöhnliche Umstände' zu werten?
- Ist es rechtmäßig, dass Fluggesellschaften für solche Fälle höherer Gewalt aufkommen müssen, wenn nicht einmal Reiseversicherungen haften?
- Sollte die Betreuungspflicht, der die Fluggesellschaften laut der EU261-Richtlinie unterliegen, nicht auf einen bestimmten Betrag beziehungsweise auf eine bestimmte Zeit begrenzt werden, wie es auch bei Verkehrsanbietern wie Schienen-, Schiffahrts- und Busunternehmen der Fall ist?

Stephen McNamara, Head of Communications bei Ryanair, dazu:

"Ryanair ist der Ansicht, dass die aktuell gültige Fluggastrechte-Verordnung EU261 diskriminierend und unzweckmäßig ist, da sie Fluggesellschaften nicht gleichstellt mit konkurrierenden Verkehrsanbietern wie Schienen-, Fähr- und Busunternehmen. Die Verordnung legt Fluggesellschaften eine unbeschränkte Betreuungs- und Kompensationspflicht auf. Ihnen wird die Rolle eines Versicherers in letzter Instanz zugeschrieben, während Versicherungen und Regierungen für diese Fälle höherer Gewalt keine Verantwortung übernehmen.

Ryanair ist der Ansicht, dass die Betreuungs- und Kompensationspflichten mit denen der konkurrierenden Verkehrsanbieter in Einklang gebracht werden sollten. Für Schienen-, Fähr- und Busunternehmen sieht die EU261-Verordnung eine finanzielle und zeitliche Begrenzung der Betreuungspflicht vor. Warum also sollten Fluggesellschaften nicht dieselben Rechte haben in Fällen, die vollkommen außerhalb ihrer Kontrolle liegen und von höherer Gewalt verursacht wurden?"
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