Montag, 29. Mai 2017


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RWTH-Wissenschaftlerin will medizinische Versorgung sichern

Dr. Christina Büsing erhält mit dem Freigeist-Fellowship der Volkswagen- Stiftung eine hohe Förderung

(lifePR) (Aachen, ) Die Mathematikerin Dr. Christina Büsing von der RWTH Aachen wird mit dem Freigeist- Fellowship der Volkswagen-Stiftung gefördert. Sie überzeugte das internationale Gutachtergremium mit ihrem Projekt "Robuste Planung in der medizinischen Versorgung für ein stabiles Gesundheitssystem". Die Stiftung unterstützt das Forschungsvorhaben mit 864.000 Euro.

Das Projekt beschäftigt sich mit der organisatorischen Prozessverbesserung zweier Kernprobleme unseres Gesundheitssystems: die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und ein effizientes Management von Krankenhäusern und ähnlichen arbeitsteiligen Einrichtungen.

Büsing setzt mathematische Methoden ein: Sie entwickelt Modelle, mit denen der Gesundheitssektor auf die häufigen Bedarfsveränderungen und wandelnden Umwelteinflüsse reagieren kann. Diese müssen einerseits stabil sein, um einen zuverlässigen Ablauf zu ermöglichen. Andererseits sollen sie sich auch an veränderte Umstände und Unsicherheiten anpassen. Dies möchte die Wissenschaftlerin, die am Lehrstuhl II für Mathematik der RWTH forscht, erreichen, indem sie unter anderem Methoden aus der mathematischen Modellierung, der kombinatorischen und ganzzahligen Optimierung sowie der Simulation und Heuristik einbindet.

Dabei wird eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben - die medizinische Versorgung - mit einem jungen Trend aus der angewandten Mathematik verbunden. Die Anwendung von so genannten adaptiv robusten Optimierungsmodellen garantiert stabile Lösungen. Mit ihnen will man Abläufe in unserem Gesundheitswesen verbessern und die medizinische Versorgung auf ihrem hohen Niveau auch in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen.

Von 156 Anträgen hat das international besetzte Gutachtergremium in der zweiten Ausschreibung der Freigeist-Fellowships acht Projektanträge zur Förderung empfohlen: vier aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, vier aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Zur Finanzierung der Forschungsvorhaben stellt die Stiftung in den kommenden fünf Jahren 5,3 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm richtet sich an exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die zukunftsweisende und originelle Forschungsideen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen verwirklichen möchten. Sie sollen nicht nur eine herausragende fachliche Expertise mitbringen, sondern auch über die Grenzen des eigenen Faches hinausblicken.

Die offizielle Preisverleihung findet am 25. September 2015 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover statt.

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