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Pressemitteilung BoxID: 416633 (ROBIN WOOD e.V.)
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Tschüss Vattenfall! Glückwunsch zum erfolgreichen Volksgehren "Neue Energie für Berlin"

(lifePR) (Bremen, ) ROBIN WOOD gratuliert den BerlinerInnen zum erfolgreichen Volksbegehren "Neue Energie für Berlin". Die Umweltorganisation sieht darin einen wichtigen Schritt in Richtung einer umwelt- und klimafreundlichen sowie demokratisch kontrollierten Energieversorgung. Das Bündnis "Berliner Energietisch" gab heute Mittag bekannt, dass 265.000 Unterschriften gesammelt wurden. Das sind weit mehr als die erforderlichen 173.000.

Jetzt ist das Berliner Abgeordnetenhaus gefordert, die Ziele des Volksbegehrens vollständig umzusetzen: Rekommunalisierung der Stromnetze sowie die Gründung sozialer und demokratisch kontrollierter Stadtwerke. Tut es das nicht, wird es am 22. September parallel zur Bundestagswahl zum Volksentscheid kommen. Dann würden die BürgerInnen in den beiden größten deutschen Städten über die Zukunft der Energiepolitik direkt entscheiden. Denn am gleichen Tag läuft auch in Hamburg der Volksentscheid. Dort wird darüber abgestimmt, Vattenfall und E.on die Verfügung über die Energienetze für Strom, Gas und Fernwärme abzunehmen und diese künftig zu 100 Prozent in öffentlicher Hand zu betreiben.

ROBIN WOOD kritisiert die Klimakiller- und Atompolitik des Energieversorgers Vattenfall seit Jahren scharf. Denn ob neue Braunkohletagebaue, Kohlekraftwerke oder Atomenergie - Vattenfall ist in zahlreiche Umweltsauereien verwickelt und lenkt nur ein, wenn es gar nicht mehr anders geht.

So zählt Vattenfall zu den Top 10 der europäischen Klimasünder. Über 80 Prozent seines Stroms erzeugt das schwedische Unternehmen mit der besonders klima- und umweltschädlichen Braunkohle. Dafür werden in der Lausitz Dörfer abgerissen und Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt. Demnächst startet die Öffentlichkeitsbeteiligung im Planfeststellungsverfahren zur Zerstörung des Dorfes Proschim. "Für die Lausitz ist es ein wichtiges Signal, dass die BerlinerInnen Vattenfall die rote Karte zeigen", sagt Daniel Häfner von ROBIN WOOD Cottbus. "Das erfolgreiche Volksbegehren macht Menschen Mut, die sich hier für ihre Dörfer und gegen neue Braunkohletagebaue einsetzen."

"Vattenfall ist unbelehrbar, setzt weiter auf Kohle und Atom und blockiert so die Energiewende", sagt Dirk Seifert, Energiereferent bei ROBIN WOOD. "Ausgerechnet wegen seiner maroden Atommeiler Krümmel und Brunsbüttel ist der Konzern vor das Schiedsgericht der Weltbank gezogen und versucht dort, sich seinen Atomschrott nachträglich versilbern zu lassen. 3,7 Milliarden Euro Entschädigung verlangt Vattenfall von den SteuerzahlerInnen."

Statt dezentrale, erneuerbare Energien einzusetzen, baut Vattenfall weiterhin Großkraftwerke: 2014 will der Konzern sein neues 1.600-Megawatt-Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg in Betrieb nehmen. "Vattenfalls Klimakiller-Politik schadet Mensch und Umwelt", stellt Florian Kubitz von ROBIN WOOD Hamburg fest. "Deshalb sagen wir am 22. September: Tschüss Vattenfall!"