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Pressemitteilung BoxID: 413913 (ROBIN WOOD e.V.)
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Keine Atomtransporte durch Hamburg!

Innenausschuss befasst sich mit Brand des Atomfrachters "Atlantic Cartier" / ROBIN WOOD fordert Stopp aller Atomtransporte

(lifePR) (Bremen, ) ROBIN WOOD fordert Senat und Bürgerschaft der Hansestadt Hamburg auf, zügig Konsequenzen aus dem Brand an Bord des Atomfrachters 'Atlantic Cartier' im Hamburger Hafen zu ziehen und für einen Stopp der Atomtransporte zu sorgen. Der Innenausschuss der Bürgerschaft befasst sich heute Nachmittag mit den Vorgängen auf dem Gefahrgut-Frachter, durch die Hamburg nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist.

"Atomtransporte stellen eine inakzeptable und vermeidbare Gefährdung dar. Senat und Bürgerschaft stehen in der Pflicht, uns vor diesen Gefahren zu schützen", sagt Raphael Weyland von ROBIN WOOD in Hamburg.

ROBIN WOOD hält ein Verbot von Transporten radioaktiver Güter über Straße, Schiene, Wasser und Luft für notwendig. Als erste Maßnahmen fordert ROBIN WOOD vom Hamburgischen Senat und der Bürgerschaft:

- Gesetzliche Entwidmung des gesamten Hamburger Hafens für Atomtransporte: Hamburg muss von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch machen und den Hamburger Hafen für Atomtransporte entwidmen. Bremen hat zumindest für Kernbrennstoffe vorgemacht, dass ein solches Vorgehen möglich ist.

- Umschlagverbot für atomares Material: Hamburg ist über die HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) an den Hafenterminals beteiligt und muss seinen Einfluss geltend machen, um ein Umschlagverbot durchzusetzen.

- Verzicht auf selbst durchgeführte Transporte: Hamburg muss als Anteilseigner der Hapag-Lloyd darauf verzichten, entgegen der bisherigen Praxis selbst Atomtransporte durchzuführen und hiervon finanziell zu profitieren.

- Transparente Veröffentlichung aller Atomtransporte: Hamburg muss alle Transporttermine veröffentlichen. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu erfahren, welchen Gefahren sie ausgesetzt werden.

Auf der "Atlantic Cartier" war es am 1. Mai 2013 zu einem Brand gekommen. Der Frachter hatte 33 Container mit gefährlichen Gütern, u.a. Uranhexafluorid, Brennelemente für Atomkraftwerke, Ethanol und Munition geladen. Die Container mit Gefahrgut konnten erst etwa acht Stunden nach dem Ausbruch des Feuers von Bord geholt werden. Hamburg entging dabei nur knapp einer Katastrophe. Bis heute hat noch keine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse stattgefunden. Dabei finden mehrfach pro Woche derartige Transporte durch Hamburg statt.