RICS - Royal Institution of Chartered Surveyors: Investoreninteresse an notleidenden Immobilien steigt weltweit

RICS veröffentlicht Global Distressed Property Monitor Q4/2011

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Neben dem Interesse der Investoren an notleidenden Immobilien* ist auch das Angebot dieser Immobilien zum Ende des vergangenen Jahres weltweit gestiegen. Dies geht aus dem aktuell veröffentlichten Global Distressed Property Monitor der RICS für das vierte Quartal 2011 hervor.

Für zwei Drittel der 25 untersuchten Länder wird zudem von einer Zunahme an Zwangsverkäufen gewerblicher Immobilien in den ersten drei Monaten dieses Jahres ausgegangen. Die stärkste Zunahme wird dabei für Europa erwartet. Erneut sind die Länder, die im Zentrum der Eurokrise stehen, am stärksten betroffen. Irland, Portugal, Spanien und Italien erwarten die höchste Anzahl an Zwangsverkäufen. Wie auch schon in der Vergangenheit, macht sich das sehr volatile wirtschaftliche Umfeld und die Situation auf den Finanzmärkten auch auf stabileren Märkten bemerkbar. So wird auch für Deutschland und Frankreich mit einer Zunahme an Verkäufen notleidender Immobilien gerechnet.

Die Untersuchung zeigt zudem ein weltweit stark steigendes Interesse von Investoren an notleidenden Immobilien. In über 80 Prozent der untersuchten Länder wurde zwischen Oktober und Dezember ein steigendes Interesse von Spezialfonds an dieser Art von Immobilien festgestellt. Die stärkste Zunahme der Investorennachfrage wurde dabei in Skandinavien registriert, gefolgt von Italien, Frankreich und Japan. Ein Rückgang des Investoreninteresses wurde im vierten Quartal in China, Singapur und der Tschechischen Republik festgestellt.

Obwohl für eine zunehmende Anzahl von Ländern ein Rückgang des Angebots erwartet wird - die Anzahl der Länder stieg von fünf im dritten Quartal 2011 auf sieben - erwartet die Mehrheit der Befragten in Europa weiterhin ein die Nachfrage übersteigendes Angebot an notleidenden Immobilien. Irland und Südeuropa (Italien, Spanien und Portugal) führen dabei das Ranking an, dicht gefolgt von Frankreich und Ungarn.

Simon Rubinsohn, Chef-Ökonom der RICS: "Die volkswirtschaftliche Nachrichtenlage bleibt im besten Fall abwechselnd, und die Stimmung in der Immobilienwirtschaft ist nach wie vor fragil. Vor dem Hintergrund der sich intensivierenden Probleme in Europa ist es nicht verwunderlich, dass die Befragten für viele dieser Länder pessimistischer in ihren Einschätzungen sind. Das steigende Investoreninteresse kann auch als Indikator dafür gewertet werden, dass sich die Angebotspreise stärker der Zahlungsbereitschaft von Investoren angenähert haben."

* Als notleidend wird eine Immobilie betrachtet, die unter Zwangsverwaltung steht oder vom Kreditgeber zum Verkauf angeboten wird. Dabei erzielen notleidende Immobilien in der Regel einen Verkaufspreis, der unter dem Marktwert liegt.
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