Freitag, 20. Oktober 2017


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RICS: Immer noch keine Entspannung auf den europäischen Immobilienmärkten in Sicht

Frankfurt am Main, (lifePR) - .
- RICS veröffentlicht Global Commercial Property Survey für das erste Quartal 2012
- "Deutschlands Stabilität hilft bei Wachstumsstärkung in anderen europäischen Ländern"

In vielen Teilen der Welt haben sich im ersten Quartal 2012 sowohl die Markterwartungen der Nutzer als auch der Investoren in der Immobilienwirtschaft verbessert. Dennoch verzeichnet eine Mehrzahl europäischer Märkte einen negativen Trend. Das ist das Ergebnis des aktuellen RICS Global Commercial Property Survey Q1 2012.

Nachdem es einige positive Anzeichen in der Weltwirtschaft gab und sich die Spannung in der Eurozone in den ersten Monaten des Jahres beruhigt hat, bleiben insbesondere in Russland, aber auch in Kanada, Brasilien und China die Mieterwartungen positiv. Die Befragten gaben an, dass den Angeboten eine erheblich höhere Nachfrage gegenübersteht. Auch in Hongkong und Thailand haben sich die Erwartungen merklich verbessert. Parallel dazu hat sich die Stimmung in den USA, Malaysia und noch deutlicher in Indien verschoben. Alle drei Länder hatten zuvor negative Werte für die Aussichten bei der Mietentwicklung verzeichnet, doch im ersten Quartal konnten optimistischere Ergebnisse registriert werden.

Im Gegensatz dazu bleiben die Aussichten für den Vermietungsmarkt in weiten Teilen der EU eher pessimistisch, nur Deutschland und Polen stellen hier eine bemerkenswerte Ausnahme dar. Die gesunde Erholung der Wirtschaft in Deutschland facht eine steigende Flächennachfrage an und übt damit zusätzlich einen steigenden Druck auf die Mieten aus. Mit positiven Mietperspektiven (+13) folgt Polen seit zwei Jahren dem Trend steigender Nachfrage, beständigem Angebot und steigenden Mieten.

Im Rest der Eurozone lasten die schwachen Wachstumsaussichten, wenn nicht sogar die Angst vor einer Rezession, auf der Stimmung. Die schwachen Ergebnisse jener Wirtschaftssysteme, die am meisten von der staatlichen Schuldenkrise betroffen sind (Griechenland, Portugal, Spanien und Irland), greifen auf andere Länder über, wobei sich die Aussichten für die Mietentwicklung in den Niederlanden und Frankreich zunehmend verschlechtern.

Auf der Investorenseite ist die Nachfrage in diesen europäischen Märkten - zusammen mit Italien und Ungarn - zudem ausgesprochen schwach und die Befragten in der Tschechischen Republik und in Belgien erwarten ähnlich negative Ergebnisse. In Deutschland steigen die Investorennachfrage und die Kapitalwerterwartungen. Daneben stabilisiert sich nach zwei Wachstumsjahren der Anlagemarkt in Polen.

Außerhalb Europas sind in Brasilien, Kanada und China die Erwartungen an die Kapitalwerte am stärksten. Die Prognosen für Investorennachfragen sind dabei besonders in Brasilien und Kanada optimistisch, danach folgen die USA, Indien und Russland. Zudem werden aktuell Hinweise auf eine verbesserte Stimmung in den Vereinigten Arabischen Emiraten verzeichnet, wo sich die Investorennachfrage im ersten Quartal nach einer langen rückläufigen Phase wieder erholte.

Simon Rubinsohn, Chef-Ökonom der RICS: "Der optimistischere Tenor des Survey ist ermutigend und steht im Einklang mit der Verbesserung des Makro-Klimas während des ersten Quartals. In der Tat steigt die Zahl der Immobilienmärkte, die sowohl aus der Sicht der Nutzer als auch der Anleger bessere Ergebnisse vorweisen, weltweit an. Obwohl die Weltwirtschaft noch erheblichen Risiken ausgesetzt ist, sind die Wachstumsmotoren breiter angelegt. Dies müsste dazu beitragen, dass im Verlauf von 2012 eine beständigere Konjunkturentwicklung verzeichnet werden kann.

Der zentrale Problembereich bleibt Europa, wobei ein Großteil des Kontinents entweder in der Rezession steckt oder sich eine solche anbahnt. Deutschlands Stabilität wirkt jedoch unterstützend und hilft das Wachstum in anderen Ländern auf dem Kontinent zu stärken."

Der Survey ist unter www.rics.org/economics zu erhalten.

RICS Deutschland

Die RICS - The Royal Institution of Chartered Surveyors - wurde 1868 in Großbritannien gegründet und erhielt 1881 die königliche Charta. Heute ist die RICS der weltweit führende Berufsverband für Immobilienfachleute, der über 100.000 qualifizierte Mitglieder in 146 Ländern rund um den Globus repräsentiert. Die RICS Deutschland, gegründet 1993 in Frankfurt am Main, nimmt unter den 18 kontinentaleuropäischen Nationalverbänden eine maßgebliche Stellung ein. Von ihren 2.500 Mitgliedern haben sich bislang mehr als 1.000 zum Chartered Surveyor qualifiziert. Dazu zählen viele der herausragenden Köpfe in der deutschen Immobilienwirtschaft. Zu den Aufgaben der RICS Deutschland gehören die Aus- und Fortbildung, die Förderung des Berufsstandes und die Wahrung von fachlichen und ethischen Standards.

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