Freitag, 20. Juli 2018


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Vorsicht - Abzocke per Fax!

RLV warnt vor den unseriösen Briefen der Gewerbeauskunft Zentrale

Bonn, (lifePR) - Vor der Abzocke der „Gewerbeauskunft Zentrale“ (GWE) oder ähnlicher Unternehmen warnt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) die rheinischen Landwirte. „Im hektischen Büroalltag hat man es schnell übersehen: Die Schreiben der „Gewerbeauskunft Zentrale“ oder ähnlicher Unternehmen sehen seriös, ja geradezu amtlich aus“, erklärte Ass. jur. Stefan Rankenhohn, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis und Rhein. Berg. in einem Interview mit der in Bonn erscheinenden Landwirtschaftlichen Zeitschrift Rheinland (LZ Rheinland). Rankenhohn empfiehlt, auf keinen Fall auf die Schreiben zu reagieren.

In den Schreiben würden auch Landwirte aufgefordert, fehlende oder fehlerhafte Daten zu ihrem Betrieb zu ergänzen oder zu korrigieren, so Stefan Rankenhohn im LZ Interview. „Schnell sind die entsprechenden Angaben gemacht und die Unterschrift unter dem Formular geleistet – mit teuren Folgekosten“, warnte er. Die GWE und einige andere Unternehmen wie Register für Gewerbe Veröffentlichungen Köln, Gewerbedatenbank und dergleichen würden Gewerbetreibende und gerade auch viele Landwirte anschreiben. Besonders häufig werden Gesellschaften nach ihrer Gründung angeschrieben. Die Absender vermittelten mit Hilfe von Aussehen und Gestaltung der Briefe den Empfängern den Eindruck, dass die Schreiben von einer Behörde stammen. Selbst das Papier, das die Unternehmen verwenden, sei demjenigen, das von öffentlichen Stellen genutzt wird, zum Verwechseln ähnlich. Die Empfänger sollten davon ausgehen, dass sie verpflichtet sind, die noch fehlenden Angaben zu machen. Aus dem „Kleingedruckten“ ergebe sich dann aber bei genauerem Hinsehen, dass es sich nicht um ein amtliches Schreiben handele, sondern um ein Angebot, die Betriebsdaten an interessierte Verbraucher weiter zu geben.

„Wer das Schreiben der GWE aus Versehen oder bewusst ausgefüllt hat, bekommt schnell eine Rechnung. Der jährliche Preis beläuft sich auf 478,20 €, wobei immer eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten gelten soll. Also fast 1 000 € – für nichts. Die versprochenen Veröffentlichungen werden nämlich oft gar nicht vorgenommen, in Einzelfällen konnten ganz versteckt die Eintragungen nach langer Suche ausfindig gemacht werden“, betonte Rankenhohn gegenüber der LZ, der empfiehlt, die nachfolgenden Rechnungen keinesfalls zu bezahlen. Sollte jemand die Schreiben aus Versehen unterzeichnet haben, schicke die GWE in regelmäßigen Abständen Mahnungen, denen Urteile beigefügt seien, in denen die GWE oder ähnliche Unternehmen vor Gericht Recht bekommen hätten. Bewusst werden die Entscheidungen, die eine Zahlungspflicht der Betroffenen ablehnen, verschwiegen. „Das beschriebene „Prozedere“ dient allein dazu, die vermeintlichen Schuldner einzuschüchtern“, stellte Rankennhohn klar. Wenn eine Rechnung oder Mahnung den Betroffenen zugehe, sollten diese dringend juristischen Rat bei ihrer Kreisbauernschaft einholen.

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