Montag, 18. Dezember 2017


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"Benachteiligte Gebiete dürfen nicht im Ozean der Agrarreform untergehen"

Eifeler Bauern im Gespräch mit EU-Abgeordneten in Straßburg

Bonn, (lifePR) - Zu einem Gespräch über die geplante Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete trafen sich gestern Landwirte aus der Nordeifel mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Straßburg. Anlaß war die Debatte im Hohen Haus über die drohenden Folgen des Brüsseler Reformvorschlages, die die Landwirte auf Einladung der Aachener EU-Abgeordneten Sabine Verheyen ebenfalls verfolgen konnten.

Nach Ansicht der Bauern sind die von der Kommission vorgeschlagenen acht biophysikalischen Kriterien für eine plausible Neuabgrenzung ungeeignet. Stefan Hermeling, Milchviehhalter aus Blankenheim im Kreis Euskirchen: "Wir wirtschaften in einer Höhenlage von über 500 Meter, in einem schwierigen Regenschattengebiet mit steinigem Kalkboden, der kaum Wasser hält - und werden demnächst als Gunststandort eingeordnet. Das versteht kein Mensch!" Jürgen Pick, Mutterkuhhalter aus Heimbach im Kreis Düren, brachte sein Unverständnis ebenfalls zum Ausdruck: "Unser Betrieb liegt im benachteiligten Gebiet mit Hanglage. Auch für den Tourismus ist es wichtig, dass unsere Kulturlandschaft erhalten bleibt. Die Kommission tut sich keinen Gefallen, wenn die halbe Eifel aus der Förderung für benachteiligte Gebiete heraus fällt." Wilfried Jansen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Aachen, brachte es für die Landwirte auf den Punkt: "Unterschiedlichste Benachteiligungen vom Nordkap bis Sizilien über einen Kamm scheren zu wollen - das funktioniert nicht."

Auch unter den Abgeordneten ist die Verärgerung groß über die Brüsseler Vorgehensweise, wie sich in der anschließenden Parlamentsdebatte zeigte. Bis heute - so der einhellige Vorwurf - lägen dem Parlament die Gebietssimulationen über die naturräumlichen Folgen des Kommissionsvorschlages nicht vor. "Wir sollten die Zusammenarbeit mit Rat und Kommission zum benachteiligten Gebiet erklären, wenn man uns weiter wichtige Informationen vorenthält", so Albert Deß, EU-Abgeordneter aus der Oberpfalz. Dr. Peter Jahr, Abgeordneter aus Sachsen, forderte schließlich eine Verschiebung der geplanten Neuabgrenzung und die Herausnahme aus den Verordnungsvorschlägen zur gemeinsamen Agrarpolitik. Dr. Jahr: "Unsere benachteiligten Gebiete dürfen jetzt nicht im Ozean der EU-Agrarreform untergehen."

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