Dienstag, 20. Februar 2018


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Spannender Zieleinlauf für Windplanung und Offenlage für Planentwurf "Solar"

Karlsruhe/Rastatt, (lifePR) - Bei der gestrigen (26.07.) Verbandsversammlung des Regionalverbandes im Kreistagssaal des Landratsamtes Rastatt standen gleich zwei Teilfortschreibung des Regionalplans aus dem Bereich der erneuerbaren Energien auf der Tagesordnung.

Spannend machte es die Oberste Landesplanungsbehörde in Stuttgart mit der Genehmigung der Teilfortschreibung im Bereich Windenergie. Bereits im Dezember 2015 hatte die Verbandsversammlung den Plan beschlossen und in die Landeshauptstadt gesandt. Am Montag legte das Wirtschaftsministerium nun die Genehmigung vor, allerdings mit einem kleinen Vorbehalt. Dabei handelt es sich um ein verfahrenstechnisches Detail. Die dadurch leicht veränderte Fassung musste gestern von der Verbandsversammlung erneut bestätigt werden, bevor sie veröffentlicht und damit in Kraft treten kann. Diesem so genannten Beitrittsbeschluss gingen kontroverse Diskussionen voraus. Hauptsächlich drehte es sich um den Kreuzelberg in Ettlingen, auf dem sich eines der zwölf genehmigten Vorranggebiete für die Windkraftnutzung befindet. Die Debatte spiegelte sich letztlich im Abstimmungsergebnis wieder, mit sieben Gegenstimmen und sechs Enthaltungen bei 66 Stimmberechtigten. „Wir werden die Genehmigung nun schnellstmöglich verkünden, so dass unser Plan endlich in Kraft treten kann“, erklärte der alte und neue Verbandsdirektor Gerd Hager nach der Sitzung. „Wir haben eineinhalb Jahre auf die Genehmigung gewartet und sind jetzt froh, diese nicht unumstrittene Planung endlich zu einem positiven Abschluss gebracht zu haben. Viele tausend Bürgerinnen und Bürger haben sich im Rahmen von insgesamt drei Anhörungen beteiligt und haben ebenfalls auf das Ergebnis gewartet.“

Nach dem letzten Endes mehrheitlichen Beitrittsbeschluss zum genehmigten Windplan ging es weiter mit dem Planentwurf für die Solarenergie. Dieser sieht 25 Vorbehaltsgebiete für Photovoltaik-Freiflächenanlagen vor, die eine Gesamtfläche von 191 Hektar umfassen.

Außerdem ist ein Pilotstandort für eine schwimmende Photovoltaik-Anlage auf einem Baggersee vorgesehen. In solchen Vorbehaltsgebieten hätte die Photovoltaiknutzung dann ein erhebliches Gewicht bei der Abwägung mit konkurrierenden Flächennutzungen.
Die Mitglieder der Verbandsversammlung beschlossen gestern mehrheitlich die erste Offenlage für die Teilfortschreibung zur Solarenergie. Somit erhalten die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange zeitnah die Möglichkeit Stellung zu nehmen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit der Photovoltaik Möglichkeiten für die Gemeinden eröffnen, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und hoffen auf ein deutlich zügigeres Verfahren als bei der Windenergie“ zeigte sich Verbandsdirektor Hager optimistisch.

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