Schienengüterverkehr: "Mit Transparenz auf's richtige Gleis setzen"

(lifePR) ( Karlsruhe, )
Gestern (21.02.) tagte im Haus der Region erneut die regionale Arbeitsgruppe Schienengüterverkehr unter der Federführung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein. Die Arbeitsgruppe, die Regionalverbandsvorsitzender Landrat Dr. Schnaudigel leitete, beschäftigte sich mit den jüngsten Entwicklungen zum Ausbau der Schieneninfrastruktur im Raum Karlsruhe/Mannheim. Hierzu konnte Dr. Schnaudigel aktuell von einem Gespräch mit dem Konzernbevollmächtigen der Deutschen Bahn AG, Sven Hantel berichten, wonach die Deutsche Bahn zugesagt hat, auch im Raum Karlsruhe in einen umfassenden Informationsprozess über die zukünftigen Entwicklungen einzusteigen. Hierzu ist unter anderem ein breit angelegtes Dialogforum vorgesehen, dessen Terminierung aber noch offen ist. Vergleichbare Veranstaltungen haben für den Raum Rhein-Main-Neckar bereits stattgefunden.

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein wird sich auch aktiv an der bereits laufenden Debatte zur künftigen Streckenführung für den Schienengüterverkehr im Raum Rhein-Main-Neckar beteiligen, nachdem die Ausgestaltung des Schienenknotens Mannheim zentrale Bedeutung für die weitere Trassenführung Richtung Süden durch den Raum Karlsruhe hat.

Die Deutsche Bahn hat zudem zugesagt, dass sie sich auch weiterhin in der AG Schienengüterverkehr aktiv beteiligen und die Vertreter aus Region und Kommunen regelmäßig über den Fortgang der Entwicklung informieren wird. „Damit haben wir bereits im jetzigen sehr frühen Planungsstadium ein Höchstmaß an Transparenz geschaffen", freute sich der Regionalverbandvorsitzende.

Weiteres Thema war der Schienenlärm. Gerd Hager, der Verbandsdirektor des Regionalverbandes betonte, dass die Interessen der Anwohner an verkehrsreichen Strecken wichtiges Anliegen der AG Schienengüterverkehr sind. Der Regionalverband habe ein Gutachten mitfinanziert, in dem der Zusammenhang zwischen Schienenbearbeitung und Lärm im Schienenverkehr

aufgezeigt wird. Denn einerseits sei die Bahn bestrebt, durch den Umstieg von Grauguss- auf Verbundstoffbremsklötze, den Lärm durch Maßnahmen an den Güterwaggons um 10 dB (A) zu verringern und damit zu halbieren. Andererseits konterkariere die gängige Praxis der Schienenbearbeitung diese Zielsetzung, wenn die Gleise anschließend eingeschliffene, lärmerzeugende Querriefen aufweisen. Deshalb fordere der Regionalverband, im Sinne einer konsequenten Lärmreduzierung an der Quelle Gründlichkeit vor Schnelligkeit bei der Schienenpflege. Der Generalbevollmächtigte der DB hat laut Hager eine Prüfung dieses Anliegens zugesagt.

Dieser Appell passe nach Aussage des Verbandsdirektors überdies zu einer aktuellen Ausschreibung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) zur Errichtung und Betrieb eines deutschlandweiten Lärmmessstellennetzes. „Hier fordern wir eine Messstation für unsere stark frequentierte Region und eine eigene Lärmmessung im europäischen Schienenkorridor zwischen Rotterdam und Genua".

Hintergrundinformation

An der Arbeitsgruppe Schienengüterverkehr, die sich aus Anlass der Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans im Frühjahr 2015 zusammengefunden hat, beteiligen sich unter Federführung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein der Verband Region Rhein Neckar, die betroffenen Stadt- und Landkreise, Städte und Gemeinden, das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg sowie die Deutsche Bahn.
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